Großer Skandal in der Familie Gates: Tochter als Betrügerin entlarvt
Die Shopping-App Phia, die mit der Unterstützung von Tech-Giganten einen großen Durchbruch erzielte, hat sich bei ihren Affiliate-Marketing-Modellen durch illegale Methoden unrechtmäßige Provisionen verschafft. Die Branche ist alarmiert, nachdem festgestellt wurde, dass die Anwendung im Hintergrund Referenzcodes manipuliert hat.
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Die Shopping-App Phia, deren Gründerin Phoebe Gates als eine der jüngsten Unternehmerinnen Amerikas gilt, sieht sich in den letzten Tagen mit einer massiven Krise konfrontiert, da ihr Unregelmäßigkeiten in ihren Affiliate-Systemen vorgeworfen werden. Es wurde festgestellt, dass die Plattform, die Nutzern günstige Einkaufsmöglichkeiten bieten will und weltweit schnell expandiert, eine betrügerische Software einsetzt, die sich die Provisionen für Verkäufe aneignet, die eigentlich von anderen Online-Shoppern vermittelt wurden.
Unabhängige Untersuchungen ergaben, dass Phia während des Bezahlvorgangs automatisch einen neuen Tab im Hintergrund öffnet und die Provisionen der Publisher, die den eigentlichen Traffic generiert haben, auf das eigene Konto umleitet. Diese Methode stieß bei Branchenexperten auf scharfe Kritik.
Tests bei mehr als 50 führenden US-Publishern zeigten, dass Phia eine klassische Methode namens "Cookie Stuffing" verwendet, bei der Referenzcodes deaktiviert werden, um unrechtmäßige Gewinne zu erzielen. Diese Praxis wurde durch Videoaufzeichnungen des Unternehmens Capital One Shopping eindeutig dokumentiert. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Handlung nicht nur anderen Publishern, sondern auch vielen werbenden Einzelhändlern finanziellen Schaden zufügt.
Der Forscher Ben Edelman betonte, dass in Affiliate-Provisionssystemen nur Klicks, die durch echte Nutzervermittlung zustande kommen, vergütet werden dürfen und simulierte oder automatisierte Klicks gegen die Regeln verstoßen; er unterstrich, dass Phia diese Grenze überschritten habe.
IMPACT.COM BEENDET ZUSAMMENARBEIT
Nachdem die Vorfälle bekannt wurden, gab Impact.com, einer der Giganten der Affiliate-Branche, in einer Mitteilung an die auf der Plattform registrierten Publisher bekannt, dass alle geschäftlichen Prozesse mit Phia ausgesetzt wurden. In der Information des Unternehmens hieß es, dass die Untersuchung vertieft werde und alle Maßnahmen ergriffen würden, um die Verluste der Werbetreibenden auszugleichen.
PHIA REAGIERT AUF DIE VORWÜRFE
Nachdem die Anschuldigungen gegen das Unternehmen zunahmen, gab es auch eine Stellungnahme von Phia. Ein Unternehmenssprecher behauptete, die Vorfälle seien auf ein versehentliches Code-Update zurückzuführen und keine vorsätzliche Handlung gewesen. In der Erklärung wurde angegeben, dass der betreffende Code im Dezember in das System aufgenommen und das Problem vor Kurzem vollständig behoben wurde. Zudem wurde bei Nachkontrollen US-amerikanischer Medienhäuser am 7. Juli festgestellt, dass Phia das automatische Hinzufügen von Referenzen eingestellt hat.
KRITISCHE FRAGEN BLEIBEN
Phia wurde 2025 unter der Leitung der 23-jährigen Phoebe Gates und Sophia Kianni gegründet und zog in kurzer Zeit das Interesse großer Investoren auf sich. Dank der Investitionen von Venture-Fonds wie Kleiner Perkins und Khosla Ventures sowie prominenten Namen wie Khloe Kardashian, Hailey Bieber und der ehemaligen Meta-COO Sheryl Sandberg hatte die App 43,5 Millionen Dollar an Kapital eingesammelt und innerhalb eines Jahres 1,2 Millionen Nutzer erreicht.
Doch dieser jüngste Skandal ist nicht das erste Mal, dass das Unternehmen mit Vertrauensproblemen zu kämpfen hat. Bei einer anderen Sicherheitsverletzung im vergangenen Jahr wurde festgestellt, dass die Anwendung Screenshots zusammen mit dem gesamten Webverlauf der Nutzer hochlud, einschließlich Bankkontobewegungen und E-Mail-Inhalten. Damals verteidigte sich das Unternehmen mit der Aussage, die Datenerhebung diene der Analyse von Shopping-Websites, doch aufgrund zunehmender Beschwerden wurde die Datenerhebungsmethode vereinfacht.
Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass Phia und ähnliche Anwendungen im schnell wachsenden Online-Handelsumfeld einer weitaus strengeren Kontrolle hinsichtlich Transparenz und ethischer Regeln unterzogen werden müssen.