Hunderte autonome Robotaxis legten in Wuhan den Verkehr durch technische Störung lahm

Infolge einer Softwarekrise in der chinesischen Stadt Wuhan blieben mehr als 100 autonome Robotaxis mitten auf der Straße stehen, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte und Fahrgäste in den Fahrzeugen einschloss.

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In der chinesischen Stadt Wuhan führte eine systembedingte Störung in der Nacht dazu, dass Dutzende autonome Robotaxis gleichzeitig ausfielen. In den Abendstunden vom 31. März auf den 1. April blieben mehr als 100 fahrerlose Fahrzeuge, die unter der Marke Apollo Go von Baidu betrieben werden, plötzlich stehen und verursachten ein Verkehrschaos.

Nach Angaben der Verkehrsbehörden gingen gegen 20:57 Uhr nacheinander Notrufe ein, in denen gemeldet wurde, dass fahrerlose Taxis unerwartet mitten auf der Straße stehen geblieben seien. Bei umfassenden Kontrollen stellte sich heraus, dass alle betroffenen Fahrzeuge demselben Unternehmen angehörten und von einem gemeinsamen Softwarefehler betroffen waren.

Experten erklärten, dass autonome Robotaxis ihre Anweisungen meist von einem zentralen Kontrollsystem erhalten, weshalb eine Störung in der Zentrale die gesamte Flotte gleichzeitig außer Betrieb setzen könne. In einer ersten Stellungnahme des Unternehmens wurde mitgeteilt, dass die Störung auf einen "Fehler im zentralen Verwaltungssystem" zurückzuführen sei.

FAHRGÄSTE 90 MINUTEN LANG EINGESCHLOSSEN

Es stellte sich heraus, dass die Störung erhebliche Probleme für die Sicherheit der Fahrgäste verursachte. Einige Passagiere mussten etwa anderthalb Stunden lang im Fahrzeug darauf warten, dass sich die Türen öffneten. Da die Fahrzeuge im dichten Verkehr oder auf Überführungen stehen blieben, erlebten die Fahrgäste große Ängste. Dass ein Ausstieg in Notfällen nicht möglich war, wurde auch in den sozialen Medien vielfach thematisiert.

Während des Vorfalls wurde beobachtet, dass bei einigen autonomen Robotaxis die Warnblinkanlagen eingeschaltet waren und einige in leichte Unfälle verwickelt wurden. Aufgrund der Fahrzeuge, die mitten auf der Straße stehen blieben, verlangsamte sich der Verkehrsfluss erheblich, und in verschiedenen Gebieten kam es kurzzeitig zu chaotischen Szenen.

Glücklicherweise kam es bei dem Vorfall zu keinen Verletzungen oder Todesfällen. Die lokale Verwaltung und die Verkehrspolizei haben eine detaillierte Untersuchung eingeleitet, um die Ursache der Störung zu ermitteln. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass der technische Bericht zum zentralen Verwaltungssystem noch nicht veröffentlicht wurde.

Dieser Massenausfall in Wuhan, der in der Technologiewelt für Aufsehen sorgte, hat einmal mehr verdeutlicht, welch kritische Rolle zentrale Systeme in Großstädten spielen, in denen fahrerlose Fahrzeuge intensiv genutzt werden.