Kann die Gesichtsstruktur ein Indikator für Reichtum oder Armut sein?

Eine in Schottland durchgeführte Studie hat gezeigt, dass Menschen aufgrund ihrer Gesichtszüge als reich oder arm wahrgenommen werden können. Die Untersuchung ergab, dass Personen mit schmalen Gesichtern und heller Hautfarbe eher als wohlhabend eingestuft werden.

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Eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Glasgow zeigt, dass die Gesichtsstruktur Aufschluss über den Reichtum oder die Armut von Menschen geben kann. Es wurde festgestellt, dass Personen mit schmalen Gesichtern und heller Hautfarbe im Allgemeinen als wohlhabend wahrgenommen werden. Als Faktoren für diese Wahrnehmung wurden Merkmale wie hochgezogene Augenbrauen und enger beieinander liegende Augen genannt, die als Indikatoren für Reichtum gelten.

Die Untersuchung ergab zudem, dass Menschen mit diesen Merkmalen häufig als vertrauenswürdiger, sympathischer und kompetenter eingeschätzt werden. Im Gegensatz dazu wurden Personen mit breiteren und flacheren Gesichtszügen eher als arm wahrgenommen; zu den Faktoren, die diese Einschätzung beeinflussen, zählt laut der Studie ein kühlerer Hautton.

In der von Thora Bjornsdottir geleiteten Studie wurde darauf hingewiesen, dass es sich bei den Teilnehmern um weiße Individuen aus westlichen Ländern handelte. Die Forscher betonten, dass die Beurteilung von Menschen allein aufgrund ihrer Gesichtszüge verdeutliche, wie Stereotype die menschliche Wahrnehmung prägen, und dass diese Wahrnehmungen zu negativen Konsequenzen führen können.

Rachael E. Jack erklärte, dass der Zusammenhang zwischen bestimmten Gesichtstypen und Stereotypen über soziale Klassen hinweg von Bedeutung sei und sie hoffe, dass die Forschungsergebnisse dazu beitragen könnten, Vorurteile abzubauen.