Krise im Nahen Osten bringt 100 Millionen Dollar Investition in die Türkei
Die Türkei ist nach den Unruhen im Nahen Osten zum neuen Ziel für ausländische Technologieinvestitionen geworden. Das japanische Unternehmen Daikin hat eine Großinvestition in Höhe von 100 Millionen Dollar im Land angekündigt.
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In einer Zeit, in der Datensicherheit und Infrastrukturbedarf auf globaler Ebene in den Vordergrund rücken, haben die Konflikte im Nahen Osten Technologieunternehmen dazu veranlasst, nach neuen und sicheren Häfen zu suchen. Das japanische Unternehmen Daikin, ein führender Akteur im Bereich der Klimatechnologie, beabsichtigt, mit einer Großinvestition in der Türkei die Rechenzentrumskapazität und die digitale Transformation des Landes zu stärken.
Die jüngsten Bombenanschläge und Raketenangriffe in der Region haben die Risikowahrnehmung bei Investitionen in Rechenzentren tiefgreifend beeinflusst. Olcay Avcı, stellvertretender Geschäftsführer des Unternehmens in der Türkei, erklärte: "Das instabile Umfeld im Nahen Osten hat den Blick der Investoren auf die Türkei und Europa gelenkt. Unter den aktuellen Bedingungen, in denen Sicherheitsbedenken zunehmen, findet ein deutlicher Wandel bei den Investitionsentscheidungen statt."
Während in der Türkei derzeit umfangreiche Arbeiten zur digitalen Transformation im Gange sind, wurde berichtet, dass für die nächsten zwei Jahre der Bau von insgesamt 14 neuen Rechenzentren geplant ist. Diese Projekte zeichnen sich durch Investitionen in Klimatechnik im Wert von Millionen Euro aus. Olcay Avcı fügte hinzu, dass Daikin mehr als die Hälfte des Marktanteils bei der Klimatisierung von Rechenzentren in der Türkei hält.
Die neue Investition, die Daikin im Rahmen seiner "Fusion 30"-Strategie durchführt, umfasst bis zum Jahr 2030 Fortschritte in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und Spitzentechnologie in der Türkei. Das Großunternehmen strebt an, in der kommenden Zeit eine führende Rolle bei der Einrichtung der Rechenzentrumsinfrastruktur für Finanzinstitute, E-Commerce-Marken und Technologie-Startups zu übernehmen.