Kritisches Gerichtsurteil gegen Google: 'Illegales Monopol'
Ein US-Bundesrichter hat entschieden, dass Google bei der Internetsuche und der Suchmaschinenwerbung ein illegales Monopol bildet.
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Ein US-Bundesrichter hat ein wegweisendes Urteil im Bereich der Internettechnologien gefällt und entschieden, dass Google bei der Internetsuche und der Suchmaschinenwerbung ein "illegales Monopol" bildet.
Das US-Justizministerium und Google standen sich in dem lang erwarteten Prozess gegenüber, dessen Urteil nun von Bundesrichter Amit Mehta verkündet wurde.
Richter Mehta erklärte: "Nach einer detaillierten Prüfung der Zeugenaussagen und Beweise ist das Gericht zu folgendem Schluss gekommen: Google ist ein Monopol und hat gehandelt, um dieses Monopol aufrechtzuerhalten. Dies verstößt gegen Abschnitt 2 des Sherman Act."
URTEIL KÖNNTE ANGEFOCHTEN WERDEN
Mit diesem Urteil hat das US-Justizministerium erstmals in seiner Geschichte einen Kartellprozess dieser Größenordnung gewonnen. Es wird erwartet, dass Google, das einen bedeutenden Prozess zur Internetsuche verloren hat, gegen das Urteil in Berufung gehen wird.
Das Justizministerium hatte Google zweimal wegen Kartellverstößen verklagt, mit der Begründung, dass das Unternehmen über 90 Prozent der Internetsuchen und mehr als 95 Prozent der mobilen Suchanfragen kontrolliere.
KLAGE GEGEN GOOGLE
Am 24. Januar 2023 gab das US-Justizministerium bekannt, dass gemeinsam mit den Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten Kalifornien, Colorado, Connecticut, New Jersey, New York, Rhode Island, Tennessee und Virginia eine Kartellklage gegen Google vor dem Bezirksgericht für den östlichen Bezirk von Virginia eingereicht wurde.
In der Erklärung wurde behauptet, dass das Unternehmen eine Vielzahl von digitalen Werbetechnologieprodukten monopolisiert habe und wettbewerbswidrige, ausschließende sowie illegale Methoden anwende, um jede Bedrohung seiner marktbeherrschenden Stellung zu beseitigen oder erheblich zu schwächen.
Es wurde dargelegt, dass Google in den letzten 15 Jahren durch Übernahmen Konkurrenten im Bereich der Werbetechnologie neutralisiert oder ausgeschaltet habe. Zudem wurde dem Unternehmen vorgeworfen, seine Dominanz auf dem digitalen Werbemarkt zu nutzen, um mehr Publisher und Werbetreibende zur Nutzung seiner Produkte zu zwingen und die Verwendung konkurrierender Produkte zu verhindern.
In der Erklärung wurde betont, dass Google auf diese Weise seine Vormachtstellung in der Branche gefestigt habe, und es wurden Details zu den wettbewerbswidrigen Praktiken des Unternehmens aufgeführt. Bereits im Jahr 2020 hatte das US-Justizministerium eine Kartellklage gegen Google wegen der Monopolisierung der Suche und der Suchmaschinenwerbung eingereicht.