Künstliche Intelligenz entdeckt: Lithiumverbrauch in Batterien könnte sinken
Eine in den USA durchgeführte Studie hat mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) und fortschrittlichen Rechensystemen ein Material entdeckt, das den Lithiumverbrauch in Batterien erheblich reduzieren könnte.
AA
Wie die BBC berichtet, deutet die von Microsoft und dem Pacific Northwest National Laboratory (PNNL) des US-Energieministeriums durchgeführte Forschung auf einen vielversprechenden Fortschritt bei der Nutzung von Lithium in Batterien hin.
Die beiden Organisationen nutzten fortschrittliche künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechner, die eine Vielzahl von Computern kombinieren, um komplexe wissenschaftliche und mathematische Probleme zu lösen.
Unter Einsatz von KI und Supercomputern wurden 32 Millionen potenzielle anorganische Materialien in weniger als einer Woche auf 18 vielversprechende Kandidaten reduziert.
Es wurde mitgeteilt, dass dieser Screening-Prozess mit herkömmlichen Labormethoden mehr als 20 Jahre in Anspruch genommen hätte.
In der Studie wird darauf hingewiesen, dass das durch KI und fortschrittliche Rechensysteme entdeckte Material den Lithiumverbrauch in Batterien um bis zu 70 Prozent senken könnte.
Das betreffende Material wird seit seiner Entdeckung bereits dazu verwendet, eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen.
Jason Zander, Executive Vice President bei Microsoft, erklärte, eine der Aufgaben des großen Technologieunternehmens sei es, "250 Jahre wissenschaftlicher Entdeckungen in die nächsten 25 Jahre zu komprimieren".
ALS "WEISSES GOLD" BEKANNT
Lithium, das aufgrund seines Marktwerts und seiner silbernen Farbe oft als "weißes Gold" bezeichnet wird, gilt als eine der Hauptkomponenten wiederaufladbarer Batterien, die zahlreiche Geräte von Elektrofahrzeugen bis hin zu Smartphones mit Strom versorgen.
Nach Angaben der Internationalen Energieagentur könnte die Welt bereits 2025 mit einem Materialengpass konfrontiert sein, da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigt.
Dem US-Energieministerium zufolge wird erwartet, dass die Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien bis 2030 um das Zehnfache steigen wird.