Künstliche Intelligenz trifft Webseiten: Verkehrsverluste erreichen 30 Prozent

KI-gestützte Suchmaschinen wie Google, ChatGPT und Perplexity stellen Nutzer mit zusammenfassenden Ergebnissen zufrieden, wodurch Klicks auf Webseiten überflüssig werden. Viele Branchen, von den Medien bis zum Finanzwesen, verzeichnen einen durch KI verursachten Rückgang des Web-Traffics.

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Die Integration von Technologien der künstlichen Intelligenz in Suchmaschinen revolutioniert die Internetnutzung. Tools wie Googles "AI Overviews", OpenAIs ChatGPT und Perplexity.ai ermöglichen es Nutzern, die gesuchten Informationen zu finden, ohne direkt eine Webseite aufrufen zu müssen. Dies führt insbesondere in inhaltsorientierten Branchen wie Medien, E-Commerce, Finanzen und Lifestyle zu erheblichen Verkehrsverlusten.

BEMERKENSWERTER RÜCKGANG DES WEB-TRAFFICS

Laut Daten von SimilarWeb für den Zeitraum 2024–2025 sieht der Rückgang des suchbasierten Traffics bei US-basierten Webseiten nach Branchen wie folgt aus:

Reisen und Tourismus: 20 %

Nachrichten und Medien: 17 %

E-Commerce: 9 %

Finanz- und Kochseiten: 7 %

Lifestyle und Stil: 5 %

Auch wissensbasierte Seiten sind von der Situation betroffen. So sank beispielsweise die tägliche Besucherzahl von Wikipedia von 165 Millionen im März 2022 auf 128 Millionen im März 2025, was einem Verlust von 23 % entspricht.

GOOGLE AI OVERVIEWS REDUZIERT DIREKTE KLICKS

Laut einer Studie von BrightEdge bietet die Funktion "AI Overviews", die Google seit einiger Zeit testet und schrittweise ausrollt, zusammenfassende Informationen direkt unter den Suchergebnissen. Dank dieser Funktion erhalten Nutzer Informationen, ohne auf andere Webseiten klicken zu müssen. Dies hat zu einem Rückgang der direkten Webseiten-Klicks um bis zu 30 % geführt.

NACHRICHTENKONSUMGEWOHNHEITEN ÄNDERN SICH

Künstliche Intelligenz verändert nicht nur die Informationsbeschaffung, sondern auch den Nachrichtenkonsum grundlegend. Nach Daten von The Decoder gab es zwischen 2024 und 2025 einen Anstieg der Nachrichtenabfragen über ChatGPT um 212 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die Nachrichtenabfragen über klassische Google-Suchen lediglich um 5 %.

NEUER SCHRITT VON OPENAI: KI-GESTÜTZTER WEB-BROWSER KOMMT

OpenAI befindet sich nun in der Entwicklungsphase eines eigenen KI-gestützten Webbrowsers. Dieser neue Browser, der in direkter Konkurrenz zu Google Chrome stehen wird, zielt darauf ab, die Art und Weise, wie wir im Internet surfen, grundlegend zu verändern.

Mit diesem Schritt wird eingeschätzt, dass OpenAI plant, durch den direkten Zugriff auf Nutzerdaten an der wertvollsten Ressource von Google zu partizipieren.