Künstliche Intelligenz wird zur stillen Bedrohung im Büro: Größtes Datenleck bei ChatGPT

Es hat sich herausgestellt, dass KI-Anwendungen, die in letzter Zeit zur Beschleunigung von Arbeitsabläufen in Büros eingesetzt werden, die Sicherheit vertraulicher Unternehmensdaten gefährden. Einem neuen Bericht zufolge kommt es zu schwerwiegenden Datenabflüssen, insbesondere bei kritischen Softwarecodes und juristischen Dokumenten.

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Die jüngste Studie von Harmonic Security, die auf Daten aus dem Jahr 2025 basiert, zeigt, dass die in Unternehmen eingesetzten KI-Plattformen ein weitaus größeres Sicherheitsrisiko darstellen als bisher angenommen. Dem Bericht zufolge entfallen mehr als 71 Prozent der aufgetretenen Datenlecks auf die ChatGPT-Plattform von OpenAI, obwohl diese einen Anteil von weniger als 50 Prozent an der unternehmerischen KI-Nutzung hat.

In der Analyse wurden insgesamt 22,4 Millionen KI-Anfragen untersucht; der Großteil der sensiblen Daten wurde über nur sechs populäre Anwendungen preisgegeben. Diese Anwendungen sind für 92,6 Prozent des Risikos von Datenlecks verantwortlich.

AM HÄUFIGSTEN SIND SOFTWARECODES UND JURISTISCHE DOKUMENTE BETROFFEN

Diese Lecks, die Unternehmensinformationen gefährden, betreffen insbesondere geheime Softwarecodes und interne juristische Dokumente. Es wurde festgestellt, dass etwa 30 Prozent der 579.000 sensiblen Dateneingaben aus Quellcodes der Softwarebranche stammen, 22,3 Prozent aus vertraulichen juristischen Dokumenten und 12,6 Prozent aus Daten zu Unternehmensfusionen oder -übernahmen. Dass Mitarbeiter technische oder strategische Informationen über Arbeitsprozesse oft in der Annahme teilen, diese seien "unwichtig", verschärft die Sicherheitslücken zusätzlich.

KOSTENLOSE KONTEN DURCHBRECHEN DIE SICHERHEITSMUERN

Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis des Berichts ist, dass der Datenaustausch größtenteils über kostenlose Konten erfolgt. Die meisten sensiblen Daten werden über von Mitarbeitern selbst erstellte "ChatGPT Free"-Konten in das System eingegeben, und diese Informationen können häufig für das Training öffentlicher Modelle verwendet werden. Nur 13 Prozent der Vorgänge finden über Unternehmenskonten statt, die durch Firmenrichtlinien kontrolliert werden können.

Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass auch andere große KI-Plattformen wie Microsoft Copilot und Google Gemini ähnliche Risiken bergen, wobei der Schwerpunkt der Lecks jedoch bei ChatGPT liegt. Zudem spiegelt der Bericht wider, dass etwa 4 Prozent der Unternehmensanfragen auf in China ansässige Anwendungen wie DeepSeek entfallen, was die Sorgen um die internationale Datensicherheit weiter vergrößert.

WARNUNG VON EXPERTEN: KONTROLLIERTE NUTZUNG STATT VERBOT

Sicherheitsexperten sind der Ansicht, dass das Problem nicht durch ein generelles Verbot von KI-Tools gelöst werden kann. Demnach könnte die Sperrung des Zugangs zu Plattformen die Mitarbeiter dazu verleiten, auf unkontrolliertere und schwerer zu entdeckende Methoden auszuweichen. Stattdessen wird Unternehmen empfohlen, in intelligente Sicherheitsinfrastrukturen zu investieren, die den Datenfluss in Echtzeit überwachen können, und das Personal in KI-Kompetenz zu schulen. Experten warnen: "Jedes Detail, das bei der Nutzung von KI geteilt wird, kann die intimsten Bereiche eines Unternehmens offenlegen."