Enzyklopädie der Polarwissenschaften ist jetzt online zugänglich

Eine neu erstellte „Web-Enzyklopädie“, die einen schnellen Zugriff auf Informationen zu den Polarwissenschaften ermöglicht, wurde freigeschaltet.

AA

Die unter der Koordination der Abteilung für Wissenschaft und Gesellschaft (BİTO) des Wissenschaftlichen und Technologischen Forschungsrates der Türkei (TÜBİTAK) sowie des Instituts für Polarforschung (KARE) des TÜBİTAK Marmara Forschungszentrums (MAM) erstellte „Web-Enzyklopädie“, die einen schnellen Zugriff auf Informationen zu den Polarwissenschaften ermöglicht, wurde für den öffentlichen Zugang freigeschaltet.

Die „Enzyklopädie der Polarwissenschaften“, die in Zusammenarbeit von TÜBİTAK BİTO und TÜBİTAK MAM KARE realisiert wurde, wurde nun in Form einer aktualisierten Web-Enzyklopädie ins Internet übertragen.

Da die Enzyklopädie mit neuen Informationen aktualisiert werden kann, besitzt sie den Charakter einer „lebendigen Enzyklopädie“.

ENZYKLOPÄDIE VON 60 AUTOREN IN 567 EINTRÄGEN VERFASST

Die Chefredakteurin der Enzyklopädie der Polarwissenschaften, Prof. Dr. Burcu Özsoy, Präsidentin des TÜBİTAK MAM und Direktorin des TÜBİTAK MAM KARE, äußerte sich gegenüber einem AA-Reporter zum Zweck der Erstellung der Enzyklopädie und zum Prozess ihrer Veröffentlichung im Internet.

Prof. Dr. Özsoy erklärte, dass die Enzyklopädie, die grundlegende Informationen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zur Antarktis und Arktis enthält, von 60 Autoren in 567 Einträgen mit insgesamt etwa 300.000 Wörtern verfasst wurde.

Özsoy betonte, dass die Enzyklopädie aus verschiedenen Kategorien besteht: „Es war sehr wertvoll, dass die Enzyklopädie der Polarwissenschaften aus verschiedenen Abschnitten besteht, die physikalische Wissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften, Geowissenschaften und Biowissenschaften abdecken. Unsere Feldarbeiten finden ebenfalls in denselben Kategorien statt. Dass diese Bereiche in unserer lebendigen Enzyklopädie technisch voneinander abgegrenzt sind und gleichzeitig eine ergänzende Wirkung über das gesamte breite Spektrum hinweg zeigen, war für uns von großem Wert.“

WERTVOLLE WISSENSCHAFTLICHE ERGEBNISSE

Burcu Özsoy wies darauf hin, dass mit der ersten Expedition in die Antarktis im Jahr 2017 der offizielle Prozess der „Nationalen Polarforschungsexpeditionen“ begann und dass Wissenschaftler bei diesen Expeditionen sehr wertvolle wissenschaftliche Ergebnisse erzielt hätten.

Özsoy betonte, dass die Umsetzung der wissenschaftlichen Arbeiten sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis vor Ort der schwierigste Teil des Prozesses sei, und fuhr fort:

„Die Arktis ist ein Ozean, die Antarktis ist eine Landmasse. Die Prozesse zur Organisation von Expeditionen in diesen beiden Regionen unterscheiden sich grundlegend voneinander. In der Arktis werden Arbeiten auf dem Ozean durchgeführt, während in der Antarktis ozeanografische, terrestrische und atmosphärische Studien in einem sehr breiten Spektrum realisiert werden. Nach der Rückkehr in die Türkei folgt nach einer gewissen Zeit die Phase der Veröffentlichung in wissenschaftlichen Publikationen. Die Erstellung dieser wissenschaftlichen Publikationen ist ein anspruchsvoller Prozess.“

DIE IDEE ENTSTAND AUS DER FRAGE, WIE MAN FREMDSPRACHIGE BEGRIFFE INS TÜRKISCHE ÜBERSETZT

Özsoy erläuterte, wie die Idee zur Realisierung dieser Enzyklopädie entstand. Seit der ersten Expedition in die Polarregionen habe man festgestellt, dass ältere Publikationen zu diesem Thema in Fremdsprachen verfasst waren und es schwierig sei, für Fachbegriffe in türkischsprachigen Publikationen die passenden Entsprechungen zu finden.

Prof. Dr. Burcu Özsoy schloss ihre Worte wie folgt:

„Die Enzyklopädie und das Wörterbuch waren ein Projekt, das wir seit unserer ersten Polarstudie im Jahr 2017 mit der Frage geplant haben: 'Wie können wir fremdsprachige Begriffe auf Türkisch ausdrücken?' Ich selbst hatte anfangs Schwierigkeiten bei Themen, die mein eigenes Fachgebiet betrafen. In meinen Vorlesungen, wenn ich Kapitänen nautische Begriffe erklärte, stieß ich besonders bei der Unterscheidung zwischen Meereis, Gletschern und Inlandeis auf Schwierigkeiten mit den Fachtermini. Natürlich möchten wir die englischen Begriffe verwenden, um die allgemeine internationale Struktur zu beherrschen, aber als Wissenschaftlerin war es eines meiner größten Anliegen, den Begriff 'sea ice' als 'deniz buzu' zu etablieren und die Variablen des Meereises innerhalb des Türkischen zu definieren.“