Laut Astrophysiker sind Außerirdische seltsamer, als wir es uns vorstellen können

Der führende britische Astrophysiker Lord Martin Rees glaubt, dass außerirdische Lebensformen „seltsamer sind, als wir es uns vorstellen können“.

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Dem britischen Astronomer Royal zufolge könnten mögliche außerirdische Zivilisationen weitaus stärker mit künstlicher Intelligenz verschmolzen sein.

Rees betont, dass die Menschen in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz eingetreten sind, und vertritt die Ansicht, dass eine intelligente außerirdische Zivilisation diesen technologischen Fortschritt höchstwahrscheinlich bereits hinter sich hat.

MENSCHEN KÖNNTEN SICH DEM ENDE DER DARWINSCHEN EVOLUTION NÄHERN

Wie von Independent Türkçe berichtet, schrieb Rees in einem Beitrag für die BBC: „Wir Menschen könnten uns dem Ende der Darwinschen Evolution nähern. Wir müssen nicht mehr die am besten angepasste Spezies sein, um zu überleben“, und fügte hinzu:

Doch die technologische Evolution von KI-Gehirnen hat gerade erst begonnen.

Als der berühmte Naturforscher Charles Darwin 1859 in seinem Buch „Über die Entstehung der Arten“ den Entwurf seiner Evolutionstheorie skizzierte, löste er eine Revolution im wissenschaftlichen Denken aus.

Der Evolutionstheorie zufolge überleben biologische Arten und können ihre Gene weitergeben, indem sie durch Mutationen Eigenschaften erwerben, die das Überleben, die Anpassung an Umweltbedingungen und die Fortpflanzung erleichtern. Darwin nennt dies natürliche Selektion.

In der Science-Fiction wird außerirdisches Leben meist als menschenähnliche Wesen aus „Fleisch und Blut“ dargestellt. 

Doch laut Rees ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie „künstlicher“ sind, ziemlich hoch.

„Es könnte nur noch ein oder zwei Jahrhunderte dauern, bis der Mensch von anorganischer Intelligenz abgelöst oder übertroffen wird“, sagte der Astronom und fuhr fort:

Sollte dies geschehen, wird unsere Spezies nur eine kurze Zwischenphase in der Geschichte der Erde vor dem Einsatz der Maschinen sein.

EINE ANTWORT AUF DAS FERMI-PARADOXON

Der Wissenschaftler argumentierte, dass diese Behauptung tatsächlich eine Antwort auf das berühmte Fermi-Paradoxon liefere.

Die berühmte Frage des vor 60 Jahren aufgeworfenen Fermi-Paradoxons wird immer noch diskutiert:

Wenn es so viele Galaxien, Sterne und Planeten gibt, ist die Wahrscheinlichkeit für außerirdisches Leben sehr hoch. Warum haben wir dann noch keinen Kontakt zu Außerirdischen aufgenommen?

Rees zufolge könnte es für Menschen schwierig geworden sein, mit außerirdischem Leben zu kommunizieren, wenn dieses weitgehend mechanisiert und mit künstlicher Intelligenz verschmolzen ist.

Denn von Menschen gebaute Teleskope suchen nach Spuren von „organischen“ Lebewesen, die den Menschen ähneln, und laut Rees ist es unwahrscheinlich, diese zu finden.

Mit anderen Worten: Rees sagt, dass wir nicht über die Technologie verfügen, um hypothetische KI-Außerirdische zu entdecken.

Der Wissenschaftler fügt hinzu: „Es ist vielleicht wahrscheinlicher, dass Außerirdische die entfernten elektronischen Nachfahren anderer organischer Lebewesen sind, die vor langer Zeit existierten.“

Rees schließt seine Worte wie folgt:

Vielleicht entwickelt sich das, was auch immer dort draußen ist, nicht nach der Darwinschen Selektion. Dieser Prozess, den ich als ‚säkulare intelligente Gestaltung‘ bezeichne, ähnelt Maschinen, die bessere Maschinen entwerfen. Auch wenn sie ihre Existenz nicht kundtun, könnten sie überall im Universum sein.