LGs mutiges Telefon-Erbe: Dual-Screen, drehbares Gehäuse und Ergonomie werden immer noch vermisst
LG, das sich 2021 aus dem Smartphone-Markt zurückzog, hinterließ mit Modellen wie dem V60 ThinQ 5G, dem Wing und dem G4 Ideen, die sich selbst heute noch von der Masse abheben.
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Das südkoreanische Technologieunternehmen LG suchte während seiner Jahre auf dem Smartphone-Markt nicht nur nach Antworten im Hardware-Wettbewerb, sondern auch bei Design und Nutzungsgewohnheiten. Das Unternehmen stellte 2021 seine Mobilfunksparte ein und beendete die Telefonproduktion; doch einige der Modelle, die es hinterließ, nehmen unter den heutigen, sich immer ähnlicher werdenden Geräten immer noch einen besonderen Platz ein.
Der herausragende Punkt im Erbe von LG war sein Ansatz, Risiken einzugehen. Zubehör mit zwei Bildschirmen, drehbare Hauptbildschirmmechanismen, physische Tasten auf der Rückseite und die Bedeutung, die der Klangqualität beigemessen wurde, zeigten, dass die Marke zeitweise einen anderen Weg einschlug als die Mainstream-Hersteller.
Eines der stärksten Beispiele für diesen Ansatz war das 2020 auf den Markt gekommene LG V60 ThinQ 5G. Der Snapdragon 865-Prozessor, 8 GB RAM und 128 GB Speicherplatz, der mit einer microSD-Karte auf bis zu 2 TB erweitert werden konnte, machten das Gerät zu einem der leistungsstarken Flaggschiffe seiner Zeit. Das Modell, dessen 5.000-mAh-Akku bei intensiver Nutzung den Tag überstand, zeichnete sich zudem durch 8K-Videoaufnahmen und einen 32-Bit Hi-Fi DAC-Audiochip aus.
Das eigentliche Element, das das V60 ThinQ 5G auszeichnete, war das optionale Dual-Screen-Zubehör. In einer Zeit, in der faltbare Telefone noch nicht ihre heutige Reife erreicht hatten, bot diese Lösung den Nutzern die Möglichkeit, mit zwei Bildschirmen zu arbeiten, ohne auf das klassische Telefonformat verzichten zu müssen. Aus diesem Grund wird das Modell auch heute noch als bemerkenswerte Idee für Multitasking-Erlebnisse in Erinnerung behalten.
Das LG Wing hingegen ist als einer der mutigsten Versuche des Unternehmens im Gedächtnis geblieben. Wenn der Hauptbildschirm um 90 Grad gedreht wurde, kam unten ein zweites 3,9-Zoll-Panel zum Vorschein. Auf diese Weise wurden Szenarien möglich, wie etwa die Nutzung von Messaging, sozialen Medien oder Hilfssteuerungen auf dem unteren Bildschirm, während auf dem oberen Bildschirm die Navigation geöffnet war.
Das Modell konnte aufgrund seines hohen Preises zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und der begrenzten App-Unterstützung für den zweiten Bildschirm keine breite Masse erreichen. Doch in der heutigen Zeit, in der Software für faltbare Geräte und die Nutzung mehrerer Bildschirme ausgereifter sind, könnte die Idee des LG Wing verständlicher und nützlicher erscheinen.
Das 2015 erschienene LG G4 war ebenfalls eines der Modelle, das die Gewohnheit des Unternehmens zeigte, anders zu denken. In einer Zeit, in der Smartphone-Bildschirme immer größer wurden und der Zugriff auf die Seitentasten schwieriger wurde, verlegte LG die Power- und Lautstärketasten auf die Rückseite. Diese Designentscheidung zielte darauf ab, das Erreichen der Tasten beim Halten des Geräts zu erleichtern.
Das LG G4, das mit einem Snapdragon 808-Prozessor, 3 GB RAM und einem 5,5-Zoll-QHD-Bildschirm ausgestattet war, bot zudem Funktionen wie KnockOn, mit dem das Gerät durch zweimaliges Tippen auf den Bildschirm geweckt werden konnte, und Dual Window, mit dem zwei Anwendungen gleichzeitig ausgeführt werden konnten. Frühe Beispiele einiger heute standardisierter Nutzungsgewohnheiten waren bereits in diesen LG-Modellen zu sehen.
LG stellt keine Smartphones mehr her. Dennoch erinnert die experimentelle Linie, die die Marke mit Geräten wie dem V60 ThinQ 5G, dem Wing und dem G4 eingeschlagen hat, weiterhin daran, wie wichtig unterschiedliche Ideen auf dem Mobilfunkmarkt sind.