Microsoft kritisiert Apples App-Store-Änderungen
Microsoft hat sich den Unternehmen angeschlossen, die Apples Änderungen am App Store im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste der Europäischen Union kritisieren. Xbox-Chefin Sarah Bond äußerte sich in einer Stellungnahme zu den Maßnahmen von Apple.
12punto
Microsoft hat sich den Unternehmen angeschlossen, die Apples Änderungen am App Store im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste der Europäischen Union kritisieren. Xbox-Chefin Sarah Bond bewertete die Maßnahmen von Apple und äußerte ihre Bedenken diesbezüglich. Diese Kritik fällt in eine Zeit, in der sich auch der CEO von Epic Games, der CEO von Spotify, der CEO von Firefox und viele andere Unternehmen den Vorwürfen gegen Apples App-Store-Anpassungen angeschlossen haben.
Der neue Plan, den Apple zur Einhaltung der EU-Vorschriften ausgearbeitet hat, sieht ein System vor, bei dem Apps, die in Drittanbieter-Stores betrieben werden, nach den ersten 1 Million Downloads eine Gebühr von 0,50 € pro Download zahlen müssen. Zudem wird Apple weiterhin eine Provision von 17 Prozent von Entwicklern erheben, die Drittanbieter-Zahlungssysteme nutzen.
Xbox-Chefin Sarah Bond äußerte die Bedenken von Microsoft und sagte: "Apples neue Richtlinie ist ein Schritt in die falsche Richtung. Wir hoffen, dass sie auf das Feedback zu ihrem vorgeschlagenen Plan hören und auf eine inklusivere Zukunft für alle hinarbeiten." Bond wies zudem darauf hin, dass sie derzeit alle Xbox-Plattform- und Hardware-Aktivitäten von Microsoft beaufsichtigt und zudem aktiv an einem eigenen Xbox-Mobil-Store arbeitet, dessen Veröffentlichung für dieses Jahr erwartet wird.
We believe constructive conversations drive change and progress towards open platforms and greater competition. Apple's new policy is a step in the wrong direction. We hope they listen to feedback on their proposed plan and work towards a more inclusive future for all. https://t.co/mDRI5KPJf6
— BondSarahBond (@BondSarah_Bond) January 29, 2024
Der Xbox-Mobil-Store von Microsoft zielt darauf ab, eine Alternative zu den mobilen Spiele-Stores von Apple und Google zu sein. Es wird erwartet, dass der Store beliebte Spiele enthalten wird, einschließlich der Inhalte von Activision Blizzard.
Angesichts der Kritik von Unternehmen wie Spotify und dem CEO von Epic Games, Tim Sweeney, die sich gegen Apples App-Store-Richtlinien und Zahlungsprozesse aussprechen, wird davon ausgegangen, dass die Europäische Union auf die Änderungen von Apple reagieren und bei Bedarf eingreifen wird.