NASAs leises Überschallflugzeug X-59 hat erstmals die Schallmauer durchbrochen
Das im Rahmen des NASA-Programms Quesst entwickelte X-59 erreichte bei einem Testflug in Kalifornien eine Geschwindigkeit von Mach 1,1.
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Das experimentelle Flugzeug X-59, das die NASA mit dem Ziel eines geräuscharmen Überschallflugs entwickelt hat, hat erstmals die Schallmauer durchbrochen und damit einen wichtigen Meilenstein für das Projekt erreicht.
Die X-59 startete von der Edwards Air Force Base in Kalifornien und blieb während des Testflugs 81 Minuten in der Luft. Das Flugzeug erreichte in einer Höhe von etwa 13.000 Metern eine Geschwindigkeit von 1.147 Kilometern pro Stunde, was Mach 1,1 entspricht.
Das Besondere an der X-59 ist nicht nur, dass sie die Schallgeschwindigkeit überschreitet, sondern dies auf eine Weise tut, die den starken „Überschallknall“ reduziert, der bei herkömmlichen Überschallflugzeugen auftritt. Das lange und spitze Nasendesign des von der Skunk-Works-Einheit von Lockheed Martin entwickelten Flugzeugs zielt darauf ab, die Schallwellen sanfter zu verteilen.
Ziel der im Rahmen des NASA-Programms Quesst durchgeführten Arbeiten ist es, das Lärmproblem bei Überschallflügen über Land zu verringern. Aufgrund dieses Problems gelten in vielen Ländern seit den 1970er Jahren strenge Beschränkungen für zivile Überschallflüge über bewohntem Gebiet.
In der nächsten Phase des Programms ist geplant, die X-59 auf höhere Geschwindigkeiten zu bringen. Es ist vorgesehen, dass das Flugzeug bei künftigen Tests Mach 1,4 erreicht und anschließend bei Flügen über verschiedene Regionen der USA gemessen wird, welche Geräusche die Menschen am Boden wahrnehmen.
Die aus diesen Tests gewonnenen Daten gelten als entscheidend für die künftige Regulierung, ob leisere Überschall-Passagierflüge möglich sein werden.