Neue Phishing-Attacke auf Facebook entdeckt

Cyberkriminelle haben eine Methode entwickelt, bei der sie echte Facebook-Funktionen nutzen, um gefälschte Warnungen über Kontosperrungen an Geschäftskonten zu senden. Der Kaspersky-Sicherheitsexperte Andrey Kovtun betonte, dass Links besonders dann mit Vorsicht zu behandeln seien, wenn zur Eingabe von Daten oder zur Durchführung von Zahlungen aufgefordert werde.

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Kaspersky hat eine neue Phishing-Attacke entdeckt, die auf Facebook-Geschäftskonten abzielt.

Laut einer Erklärung von Kaspersky versendet der Angriff betrügerische E-Mails mit der Drohung einer Kontosperrung und versucht, durch die Nutzung der legitimen Facebook-Infrastruktur Vertrauen bei den Nutzern zu erwecken.

Cyberkriminelle haben eine Methode entwickelt, bei der sie echte Facebook-Funktionen nutzen, um gefälschte Warnungen über Kontosperrungen an Geschäftskonten zu senden.

Diese E-Mails, die von Facebook zu stammen scheinen, enthalten beunruhigende Nachrichten wie "Es verbleiben 24 Stunden, um einen Einspruch einzulegen. Grund ansehen".

NUMMER UND PASSWORT WERDEN ABGEFRAGT

Wenn der Nutzer auf den Link in der E-Mail klickt, wird er auf eine echte Facebook-Seite weitergeleitet, die eine ähnliche Warnung anzeigt. Im weiteren Verlauf wird der Nutzer auf eine unter der Marke Meta getarnte Phishing-Seite umgeleitet, wobei die Frist zur Problemlösung von 24 auf 12 Stunden verkürzt wird.

Schließlich fragt die Phishing-Seite zunächst harmlose Informationen ab, bevor sie E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Passwort des Kontos verlangt.

Die Angreifer nutzen für den Versand dieser Benachrichtigungen kompromittierte Facebook-Konten. Nachdem sie den Kontonamen in eine Drohnachricht und das Profilbild in ein Ausrufezeichen geändert haben, erstellen sie Beiträge, in denen die anvisierten Geschäftskonten markiert werden.

Da die Zustellung über die echte Facebook-Infrastruktur erfolgt, ist sichergestellt, dass die Benachrichtigungen die Zielpersonen auch erreichen.

WARNUNG: 'LESEZEICHEN VERWENDEN'

Um ihre Social-Media-Konten zu schützen, raten Kaspersky-Experten dazu, nicht auf Links in verdächtigen E-Mails zu klicken. Sollte eine Anmeldung beim Unternehmenskonto erforderlich sein, müsse die Adresse manuell eingegeben oder ein Lesezeichen verwendet werden.

Um das Unternehmen vor verschiedenen Bedrohungen zu schützen, empfehlen die Kaspersky-Experten den Einsatz von Lösungen aus der Kaspersky Next-Produktreihe, die Echtzeitschutz, Bedrohungstransparenz sowie Untersuchungs- und Reaktionsfunktionen von EDR und XDR für Unternehmen jeder Größe und Branche vereinen. Je nach aktuellem Bedarf und Ressourcen könne die am besten geeignete Produktstufe gewählt und bei geänderten Cybersicherheitsanforderungen problemlos auf ein anderes Produkt umgestiegen werden.

Die Experten weisen zudem darauf hin, dass in Cybersicherheitskurse investiert werden sollte, um das Personal auf dem neuesten Stand zu halten. Mit der praxisorientierten Kaspersky Expert-Schulung könnten InfoSec-Spezialisten die Fähigkeiten ihrer Mitarbeiter verbessern und Unternehmen gegen komplexe Angriffe verteidigen.

'KANN EINEN WICHTIGEN UNTERSCHIED MACHEN'

In der Erklärung äußerte sich auch der Kaspersky-Sicherheitsexperte Andrey Kovtun und betonte, dass auch Benachrichtigungen, die legitim erscheinen und von einer vertrauenswürdigen Quelle wie Facebook stammen, täuschend sein können.

Kovtun erklärte: "Es ist sehr wichtig, die Links, denen Sie folgen sollen, sorgfältig zu prüfen, insbesondere wenn Sie aufgefordert werden, Daten einzugeben oder eine Zahlung zu leisten. Dies kann einen wichtigen Unterschied beim Schutz Ihrer Geschäftskonten vor Phishing-Angriffen machen."