Neue Urheberrechtsklage wegen Claudes Trainingsdaten: Sony und Warner könnten Milliarden von Anthropic fordern

Sony Music Publishing und Warner Chappell Music behaupten, dass Tausende urheberrechtlich geschützte Kompositionen ohne Genehmigung für das Training von Claude verwendet wurden.

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Das KI-Unternehmen Anthropic sieht sich mit einer neuen Klage konfrontiert, in der behauptet wird, dass urheberrechtlich geschützte Musikwerke ohne Genehmigung für das Training der Claude-Modelle verwendet wurden. Sony Music Publishing und Warner Chappell Music haben gemeinsam Klage gegen das Unternehmen eingereicht.

Die klagenden Musikverlage argumentieren, dass Anthropic urheberrechtlich geschützte Inhalte in großem Umfang und mit illegalen Methoden gesammelt habe, um seine KI-Modelle zu trainieren. In der Klageschrift wird behauptet, dass die Werke aus Torrent-Netzwerken heruntergeladen, aus dem Internet gesammelt und auf anderem Wege beschafft wurden.

Die Unternehmen bezeichnen diesen Prozess als einen umfassenden und fortlaufenden Verstoß gegen geistige Eigentumsrechte. Der Behauptung zufolge wurden Tausende urheberrechtlich geschützte Kompositionen der Verlage ohne Erlaubnis für das Training der Claude-Modelle genutzt.

SCHADENSERSATZFORDERUNGEN KÖNNTEN IN DIE MILLIARDEN GEHEN

Sony Music Publishing und Warner Chappell Music fordern ein Verfahren vor einem Geschworenengericht. Die Verlage verlangen für jedes Werk, dessen Urheberrecht ihrer Ansicht nach verletzt wurde, einen Schadensersatz von bis zu 150.000 US-Dollar.

Eine weitere Forderung in der Klageschrift betrifft Informationen zur Verwaltung von Urheberrechten. Die Kläger fordern, dass Anthropic für jeden Fall, in dem das Unternehmen diese Informationen entfernt hat, 25.000 US-Dollar Schadensersatz zahlt. Sollte das Gericht den Klagen stattgeben, könnte sich die Gesamtsumme des Schadensersatzes auf Milliarden von Dollar belaufen.

Anthropic hat sich bisher nicht öffentlich zu der Klage geäußert.

Dies ist nicht der erste Urheberrechtsstreit, den Anthropic mit der Musikbranche führt. Auch die Concord Music Group und die Universal Music Group hatten Anfang 2026 Klage gegen das Unternehmen eingereicht und behauptet, dass Anthropic mehr als 20.000 urheberrechtlich geschützte Songs illegal heruntergeladen habe, um seine KI-Modelle zu trainieren. In diesem Fall wurde ein Schadensersatz von über 3 Milliarden US-Dollar gefordert.

Das Unternehmen geriet zudem in einem von einer Gruppe von Autoren angestrengten Urheberrechtsverfahren in die Schlagzeilen, in dem behauptet wurde, dass Raubkopien von Büchern als Trainingsdaten verwendet wurden. Anthropic hatte sich in diesem Fall auf einen Vergleich in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar geeinigt.

Die neue Klage hat die Debatte darüber, wie die für das Training von KI-Modellen verwendeten Daten gesammelt werden, erneut in den Vordergrund gerückt. Die Entscheidung des Gerichts könnte wegweisende Folgen für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Musikwerke beim Training von Künstlicher Intelligenz haben.