Nissan und Honda kündigen Fusionspläne an

Honda und Nissan werden ihre Aktivitäten unter ihren jeweiligen Marken fortsetzen, jedoch soll eine neue gemeinsame Holdinggesellschaft als Mutterkonzern gegründet werden.

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Die beiden japanischen Automobilriesen Honda und Nissan streben eine Fusion an, um im Wettbewerb gegen China stärker aufgestellt zu sein.

Dieser Zusammenschluss würde den weltweit führenden Automobilherstellern wie Toyota, Volkswagen, General Motors und Ford einen neuen Konkurrenten hinzufügen.

Der Wert der Vereinbarung wird auf mehrere Milliarden Dollar geschätzt. Honda-CEO Toshihiro Mibe erklärte auf der Pressekonferenz, auf der die Fusion bekannt gegeben wurde, dass das Hauptziel dieses Schrittes darin bestehe, dem "wachsenden chinesischen Einfluss" entgegenzuwirken.

Mibe betonte, dass ihre Wettbewerbsstrategien bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden müssten, da sie andernfalls Gefahr liefen, hinter ihre Konkurrenten zurückzufallen.

Die Fusion, die auch Mitsubishi einschließt, an dem Nissan der größte Anteilseigner ist, wird es den drei Unternehmen ermöglichen, ihre Ressourcen gemeinsam gegen andere Wettbewerber wie Tesla zu nutzen.

Der schnell wachsende Markt für Elektrofahrzeuge gerät zunehmend unter den Einfluss chinesischer Hersteller wie BYD. BYD hat sich zu einem starken Konkurrenten für einige der größten Automobilunternehmen der Welt entwickelt.

Mibe sagte: "Mit den neu aufstrebenden Kräften wächst der Einfluss Chinas und die Dynamik der Automobilbranche verändert sich."

Der zunehmende Wettbewerb in China setzt viele Automobilhersteller unter Druck. Niedrigere Arbeits- und Produktionskosten ermöglichen es lokalen Firmen, agiler zu agieren, was es ihnen erlaubt, ihre Produkte zu günstigeren Preisen als ihre ausländischen Konkurrenten zu verkaufen, was sie für Käufer attraktiv macht.

Dieser Faktor hat China zum weltweit größten Produzenten von Elektrofahrzeugen gemacht.

Im Oktober kündigte die Europäische Union (EU) die Einführung zusätzlicher Zölle auf Importe aus China an, mit der Begründung, dass China seinen Elektrofahrzeugherstellern unfaire Subventionen gewähre.

Es ist geplant, diese Zölle innerhalb der nächsten fünf Jahre von 10 auf 45 Prozent zu erhöhen, jedoch gibt es Bedenken, dass dies die Preise für Elektrofahrzeuge in die Höhe treiben und die Nachfrage negativ beeinflussen könnte.

Nissan-CEO Makoto Uchida gab an, dass der Gesamtumsatz von Nissan und Honda 191 Milliarden Dollar übersteigt. Im März beschlossen die beiden Unternehmen, eine strategische Partnerschaft für Elektroautos einzugehen. Honda-CEO Mibe sagte, die Gespräche hätten begonnen, weil sie bis 2030 den Übergang gegenüber der Konkurrenz vollziehen müssten.

Mibe fügte hinzu, dass die Vereinbarung keine Rettung für Nissan bedeute. Nissan kündigte im November an, die weltweite Produktion zu drosseln und 9.000 Stellen abzubauen, um den sinkenden Verkaufszahlen in China und den USA entgegenzuwirken.

Nissan versucht sich nach der Verhaftung des ehemaligen CEO Carlos Ghosn zu erholen. Ghosn floh 2019 aus Japan und wird derzeit von Interpol gesucht. Ghosn hatte die Fusionspläne als Ausdruck von Panik und Verzweiflung bezeichnet.

Honda und Nissan hatten sich im März auf eine Zusammenarbeit bei Elektrofahrzeugen geeinigt und im August ihre Partnerschaft bei Batterietechnologien vertieft. Eine mögliche Fusion könnte jedoch in Japan politisch geprüft werden, da erwartet wird, dass Nissan seine Partnerschaft mit Renault auflöst.