Nutzergewohnheiten bei Facebook und Instagram im Visier der EU: Schwere Vorwürfe gegen Meta

Die Europäische Union wirft Meta einen Verstoß gegen das Gesetz über digitale Dienste vor, da die auffälligen Funktionen von Facebook und Instagram das Suchtrisiko erhöhen würden. Dem Unternehmen drohen hohe Geldstrafen.

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Die Europäische Kommission hat die Designelemente der Social-Media-Giganten Facebook und Instagram unter die Lupe genommen. Die Untersuchung ergab, dass Funktionen wie unendliches Scrollen (Infinite Scroll), automatische Wiedergabe und personalisierte Inhaltsempfehlungen die Nutzer dazu verleiten, mehr Zeit auf den Plattformen zu verbringen, was das Suchtrisiko erhöht.

Laut der Erklärung der Kommission können diese Designelemente die körperliche und geistige Gesundheit der Nutzer negativ beeinflussen. Insbesondere wurde darauf hingewiesen, dass die zunehmenden personalisierten Inhalte und Sofortbenachrichtigungen auf den Plattformen zu einem ungesunden und übermäßigen Nutzungsverhalten führen.

Die Kommission wies darauf hin, dass Meta die vorhandenen Daten über die Zeit, die insbesondere Kinder nachts auf den Plattformen verbringen, nicht ausreichend berücksichtigt habe, und stellte fest: "Die derzeitigen Maßnahmen von Meta zur Risikominderung zeigen, dass die Risiken, die von ihrem suchterzeugenden Design ausgehen, nicht wirksam bekämpft werden."

Das Gesetz über digitale Dienste verpflichtet digitale Plattformen dazu, Risiken, die ihre Nutzer negativ beeinflussen könnten, zu identifizieren und zu minimieren. In der Erklärung der Kommission wurde betont, dass die vorliegenden Ergebnisse noch keine endgültige Entscheidung im laufenden Verfahren darstellen und Meta das Recht auf Verteidigung eingeräumt wird.

Sollte am Ende der Untersuchung festgestellt werden, dass Meta gegen die entsprechenden Regeln verstoßen hat, könnte das Unternehmen mit einer Geldstrafe von bis zu 6 Prozent seines weltweiten Jahresumsatzes belegt werden. Zudem unterstrich die Kommission, dass Meta Änderungen am Design von Facebook und Instagram vornehmen müsse.

Wie Meta auf die Untersuchung reagieren wird und welche Schritte das Unternehmen unternehmen wird, um das Suchtrisiko auf seinen Plattformen zu verringern, wird sich in der kommenden Zeit zeigen.