Rekordverdächtige Gammastrahlung im Zentrum der Milchstraße entdeckt
Forscher haben ultra-hochenergetische Gammastrahlen aus der Milchstraße beobachtet und damit die Existenz eines PeVatrons im galaktischen Zentrum bestätigt. Diese Entdeckung ermöglicht es, die energiereichsten Prozesse im Universum zu untersuchen und die Geheimnisse des galaktischen Zentrums zu entschlüsseln.
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Wissenschaftler am High-Altitude Water Cherenkov (HAWC) Observatorium, das sich auf dem Vulkan Sierra Negra in Mexiko auf einer Höhe von 13.000 Fuß über dem Meeresspiegel befindet, untersuchen ein bedeutendes Rätsel in der Milchstraße.
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Los Alamos National Laboratory hat ultra-hochenergetische Gammastrahlen mit Energien von über 100 Teraelektronenvolt beobachtet und deren Ursprung erstmals bis zum galaktischen Zentrum zurückverfolgt.
"BESTÄTIGT ERSTMALS DIE QUELLE"
Pat Harding, Physiker in Los Alamos und leitender Forscher des Projekts für das Energieministerium, erklärte: "Diese Ergebnisse eröffnen ein Fenster zu Energien im Zentrum der Milchstraße, die weit über das bisher Beobachtete hinausgehen. Unsere Forschung bestätigt erstmals die PeVatron-Quelle für ultra-hochenergetische Gammastrahlen in der Region, die als Galaktisches Zentrum-Rücken bekannt ist. Dies zeigt, dass das galaktische Zentrum einige der extremsten physikalischen Prozesse im Universum beherbergt."
100 GAMMASTRAHLEN-EREIGNISSE IN 7 JAHREN BEOBACHTET
Das HAWC-Observatorium sammelt seit über sieben Jahren Daten. In diesem Zeitraum beobachteten die Forscher etwa 100 Gammastrahlen-Ereignisse mit Energien von mehr als 100 Teraelektronenvolt.
Wie in einer von Sohyoun Yu CArcaron geleiteten und im The Astrophysical Journal Letters veröffentlichten Analyse erläutert, ermöglichen diese Daten eine direkte Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen PeVatrons und kosmischer Strahlung sowie deren Vergleich mit anderen Beobachtungen. Dies hilft dabei, die Emissionsprozesse und die genaue Position im Zentrum der Milchstraße zu bestimmen.
Die vom PeVatron erzeugten Protonen der kosmischen Strahlung bewegen sich mit mehr als 99 % der Lichtgeschwindigkeit und interagieren mit der dichten Gasumgebung, was zur Entstehung ultra-hochenergetischer Gammastrahlen führt. Die genaue Natur der PeVatrons bleibt jedoch weiterhin ein Rätsel.
Harding sagte: "Viele dieser Prozesse sind so selten, dass man nicht erwartet, dass sie in unserer Galaxie stattfinden, oder sie treten in Größenordnungen auf, die nicht mit der Größe unserer Galaxie korrelieren. Zum Beispiel ist das Verschlingen eines Schwarzen Lochs durch ein anderes Schwarzes Loch ein Ereignis, das man nur außerhalb unserer Galaxie erwartet."