Rettungsplan für NASAs Swift-Observatorium abgebrochen: 22 Jahre alter Satellit wird in die Atmosphäre eintreten

Der Versuch der NASA, das Swift-Observatorium im Orbit zu halten, ist aufgrund technischer Probleme am LINK-Satelliten gescheitert.

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Die Operation der NASA, das seit fast 22 Jahren im Einsatz befindliche Neil Gehrels Swift-Observatorium vor dem Absturz in die Erdatmosphäre zu bewahren, wurde abgebrochen. Technische Probleme am LINK-Satelliten, der am 3. Juli gestartet wurde, um die sinkende Umlaufbahn des Observatoriums anzuheben, verhinderten die Umsetzung des Rettungsplans.

Der von der in Arizona ansässigen Firma Katalyst Space Technologies entwickelte LINK-Satellit war mit einer Pegasus XL-Rakete ins All befördert worden. Wenige Wochen nach dem Start trat jedoch ein Problem mit der Lageregelung auf, wodurch der Satellit begann, sich unkontrolliert um die eigene Achse zu drehen. Obwohl Experten die Kontrolle über den Satelliten wiedererlangen konnten, führte dieser Prozess zu einem kritischen Zeitverlust für Swift.

Aufgrund des atmosphärischen Widerstands, der durch die verstärkte Sonnenaktivität zunimmt, verliert Swift an Höhe; die wissenschaftliche Mission wird voraussichtlich noch in diesem Jahr enden. Es wird prognostiziert, dass das Observatorium nach Erreichen einer kritischen Höhe in die Erdatmosphäre eintreten und dort weitgehend verglühen wird.

Obwohl der Rettungsplan abgebrochen wurde, ist die Mission des LINK-Satelliten nicht vollständig beendet. Die NASA und Katalyst beabsichtigen, das Projekt in eine Technologiedemonstration umzuwandeln; LINK soll sich Swift nähern, um mögliche Andockpunkte zu untersuchen und Daten für zukünftige Wartungsoperationen im Weltraum zu sammeln.

NASA-Administrator Jared Isaacman erklärte, dass die gewonnenen Erfahrungen trotz des Scheiterns der ursprünglichen Zielsetzung dazu beitragen werden, Technologien für die Wartung und Reparatur von Satelliten im Weltraum weiterzuentwickeln.

Das Swift-Observatorium, das seit 2004 im niedrigen Erdorbit operiert, zeichnete sich insbesondere durch seine Fähigkeit aus, plötzliche und hochenergetische kosmische Ereignisse wie Gammastrahlenausbrüche schnell zu erkennen und sich auf diese auszurichten. Es wurde mitgeteilt, dass derzeit kein fertiges Raumfahrzeug zur Verfügung steht, das Swift direkt ersetzen könnte, und die NASA plant, die entstehende Lücke durch die Koordination bestehender aktiver Observatorien zu schließen.