Revolution in der Künstlichen Intelligenz: 'Digitaler Zwilling' des Gehirns erstellt

Wissenschaftler haben mithilfe von Künstlicher Intelligenz einen 'digitalen Zwilling' eines Mausgehirns erstellt. Das Modell beschleunigt Experimente durch die Vorhersage von Neuronenreaktionen; das langfristige Ziel ist die Erstellung einer virtuellen Kopie des menschlichen Gehirns.

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Wissenschaftler der Stanford University haben erfolgreich eine digitale Kopie eines Mausgehirns mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Die Arbeit zum Verständnis der Funktionsweise des Gehirns gilt als revolutionärer Schritt. Das Hirnforschungsteam aus Stanford nutzte KI-Technologien, um die elektrische Aktivität und die neuronalen Netzwerke des Gehirns detailliert zu modellieren.

MÄUSE SAHEN SICH FILME AN

In der im Fachmagazin Nature veröffentlichten Studie wurde dieser 'digitale Zwilling' anhand der neuronalen Aktivitäten bestimmt, die aufgezeichnet wurden, während die Mäuse Filmclips betrachteten.

Der digitale Zwilling des Gehirns ermöglichte es Wissenschaftlern, die komplexe Struktur des Gehirns besser zu analysieren, indem er die neuronale Aktivität und die Kommunikation zwischen den Neuronen hochauflösend überwachte. Die Studie lieferte nicht nur neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des Gehirns, sondern zeigte auch, wie stark KI-Technologien in biologische Systeme integriert werden können. Das Modell wurde trainiert, indem den Mäusen Actionfilme wie 'Mad Max' gezeigt wurden. Das Sehvermögen der Mäuse, das eine geringere Auflösung aufweist, erwies sich als geeignet, um bewegte Szenen wahrzunehmen. Das mit 900 Minuten Gehirnaktivitätsdaten trainierte Modell kann für jede Maus personalisiert werden.

Der digitale Zwilling enthüllte zudem die Verbindungsvorlieben der Neuronen. Es wurde beobachtet, dass Neuronen dazu neigen, Verbindungen mit anderen Neuronen aufzubauen, die auf denselben visuellen Reiz reagieren. Die Forscher planen nun, das Modell auf andere Gehirnregionen und auf Primaten anzuwenden.