Roboter für chirurgische Eingriffe im Weltraum wird getestet

Zu den langfristigen Zielen der Menschheit im Weltraum gehören die Gründung von Kolonien auf dem Mond und die Ausbreitung auf andere Planeten. Ein notwendiger Schritt in diesem Prozess ist die Sicherstellung einer zuverlässigen Gesundheitsversorgung im All. Eine neue Studie soll chirurgische Eingriffe im Weltraum ermöglichen.

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Ein von Wissenschaftlern entwickeltes Instrument für chirurgische Eingriffe wird auf der Internationalen Raumstation (ISS) getestet.

Zu den langfristigen Zielen gehören Vorhaben, die wie aus Science-Fiction-Werken entsprungen wirken, wie etwa die Gründung von Kolonien auf dem Mond oder die Besiedlung anderer Planeten. Ein entscheidender Schritt auf diesem Weg ist die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung im Weltraum. Eine neue Studie zeigt nun, dass chirurgische Eingriffe im All möglich sein könnten.

Der Roboter-Chirurgiearm, der im Rahmen der 20. kommerziellen Versorgungsmission von NASA und Northrop Grumman zur Internationalen Raumstation geschickt wird, soll die Fähigkeit von Ärzten testen, chirurgische Eingriffe aus der Ferne durchzuführen. Der Roboter namens MIRA (Miniaturisierter In-vivo-Roboterassistent) könnte auch auf der Erde chirurgische Eingriffe von verschiedenen Standorten aus ermöglichen. Das von dem Gesundheits-Startup Virtual Incision entwickelte Gerät führte seine erste Operation im Jahr 2021 durch. Das Instrument, das im August jenes Jahres bei einer Rechtshemikolektomie eingesetzt wurde, wird nun ein Experiment zum Schneiden von künstlichem Gewebe durchführen, um zu testen, ob es im Weltraum einsatzbereit ist.

John Murphy, CEO des Unternehmens, erklärte dazu: "Die Zusammenarbeit mit der NASA auf der Raumstation wird testen, wie MIRA Operationen selbst in den unzugänglichsten Regionen möglich macht." Dank der Unterstützung durch die NASA im Jahr 2022 wird MIRA auf der ISS in einer Experimentierkapsel, die einer Mikrowelle ähnelt, gummiartige Materialien schneiden, die menschliches Gewebe imitieren, und Metallringe um ein Kabel schieben. Auf diese Weise soll geprüft werden, ob das System künftig für Operationen im Weltraum eingesetzt werden kann. Der Roboter wird dabei von einem echten Chirurgen ferngesteuert.