Seit 27 Jahren gesuchter Sexualstraftäter dank Künstlicher Intelligenz in Thailand gefasst
Der Sexualstraftäter Richard Burrows, der 27 Jahre lang in England auf der Flucht war, wurde dank KI-gestützter Gesichtserkennung in Thailand gefasst.
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Die Cheshire Police in England scannte Burrows' manipuliertes Verbrecherfoto mit dem KI-gestützten Gesichtserkennungsprogramm PimEyes und stellte eine Übereinstimmung mit einem britischen Auswanderer namens Peter Smith fest, der auf der thailändischen Insel Phuket lebte. Es wurde festgestellt, dass Burrows mit einem jungen Thailänder in einem umgebauten Frachtcontainer lebte und eine gefälschte Identität benutzte.
Der 80-jährige Burrows hatte zwischen 1968 und 1995 in den Regionen Cheshire, West Midlands und West Mercia systematisch 24 Jungen missbraucht. Burrows, der damals als Pfadfinderführer tätig war, erschlich sich das Vertrauen der Kinder und beging sexuelle Übergriffe an ihnen. In den 1990er Jahren meldeten sich durch zunehmende Enthüllungen weitere Opfer, und eine umfangreiche Ermittlung wurde eingeleitet.
FLUCHT UND FESTNAHME
Burrows wurde 1997 wegen Vorwürfen des sexuellen Übergriffs vor Gericht gestellt, verschwand jedoch nach seiner Freilassung auf Kaution spurlos. Mit einer gefälschten Identität floh er nach Thailand, wo er sich in Auswandererkreisen einen guten Ruf erarbeitete und sein Leben fortführte. Als er sich jedoch aufgrund von gesundheitlichen Problemen und finanziellen Schwierigkeiten von seinen Freunden in Thailand verabschiedete, machte er mit den Worten „Jetzt ist es Zeit, sich der Musik zu stellen" eine geständnisartige Aussage. Diese Worte führten zur Aufdeckung seiner wahren Identität.
GERICHTSVERFAHREN UND MÖGLICHE STRAFE
Der festgenommene Burrows wurde am Chester Crown Court in 54 Anklagepunkten für schuldig befunden, darunter sexueller Missbrauch von Kindern, unzüchtige Übergriffe und die Verwendung einer gefälschten Identität. Es heißt, dass die Strafe, die Burrows – der seit 1997 auf der Flucht war – im kommenden Monat vor Gericht erhalten wird, bis zu lebenslanger Haft reichen kann. Der Einsatz KI-gestützter Gesichtserkennungstechnologie wird als wichtiger Schritt bei der Ergreifung von Straftätern gewertet, die seit vielen Jahren flüchtig sind.