Studie zeigt, mit wem die MS-Risikogene nach Europa gelangten
Forscher der Universitäten Cambridge, Kopenhagen und Oxford haben nachgewiesen, dass Gene, die das Risiko für Multiple Sklerose (MS) erhöhen, vor 5.000 Jahren durch Hirten, die sogenannten „Jamnaja“, nach Nordwesteuropa gelangten.
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Wie die BBC berichtet, führten Forscher der Universitäten Cambridge, Kopenhagen und Oxford eine Studie über den Zusammenhang zwischen Genen und der MS-Erkrankung durch, die das zentrale Nervensystem betrifft.
In der Studie, in der festgestellt wurde, dass MS in Nordeuropa häufiger vorkommt als in Südeuropa, wurden genetische Daten aus menschlichen Überresten in Europa und Westasien mit den Genen von Tausenden in England lebenden Menschen verglichen.
VOR 5.000 JAHREN DURCH DIE MIGRATION DER JAMNAJA-HIRTEN AUS RUSSLAND NACH EUROPA GEBRACHT
In der über zehn Jahre dauernden Studie wurde festgestellt, dass die Gene, die das MS-Risiko erhöhen, vor etwa 5.000 Jahren mit der Migration der sogenannten „Jamnaja“-Hirten aus Westrussland nach Nordwesteuropa gelangten.
Die Untersuchung ergab zudem, dass der Einfluss dieser Gene auf die Krankheit bei etwa 30 Prozent liegt.
Es wurde festgehalten, dass diese Gene den Menschen früher vor Krankheiten schützten, die von Tieren übertragen wurden, und dass sie aufgrund von Veränderungen im Lebensstil heute das MS-Risiko erhöhen.
Professor Lars Fugger von der Universität Oxford, einer der Forscher, erklärte: „MS wird nicht durch Mutationen verursacht, sondern steht im Zusammenhang mit normalen Genen, die uns vor Krankheitserregern schützen.“
Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht.