Tausend Jahre alte türkische Gräber entdeckt; Beitrag zur DNA-Forschung erwartet

Die Gräber der ersten türkischen Vorreiter, die etwa 100 Jahre vor dem Sieg von Manzikert 1071 eintrafen und erstmals in Amasya identifiziert wurden, werden nach tausend Jahren bei Ausgrabungen freigelegt und sollen Aufschluss über antike Gene und DNA-Forschungen geben.

İHA

Es ist geplant, genetische Untersuchungen an mehr als 100 Skeletten durchzuführen, die bei den Ausgrabungen in Oluz Höyük in Amasya gefunden wurden.

Der Leiter der Ausgrabungen in Oluz Höyük, Prof. Dr. Şevket Dönmez, erklärte: „Wir sind begeistert, in Oluz Höyük die ersten und frühesten biologischen Überreste der Vorfahren der heutigen Türken in Anatolien gefunden zu haben. Wir glauben, dass wir bei den darauf aufbauenden antiken Gen- und DNA-Studien sehr wichtige Ergebnisse erzielen werden.“

KÖNNTE ZUR LÖSUNG VON DEBATTEN BEITRAGEN

Prof. Dr. Şevket Dönmez, Dozent am Fachbereich Archäologie der Universität Istanbul, wies darauf hin, dass in der Türkei bisher keine Studie auf Basis von Haplogruppen zu den Oghusen durchgeführt wurde: „Weltweit gibt es Diskussionen, insbesondere über die Haplogruppen R1a und R1b. In der wissenschaftlichen Welt gibt es bedeutende Debatten darüber, welche dieser Gruppen zu den Indoeuropäern und welche zu den Türken gehören. Unsere geplanten Arbeiten werden einen sehr wichtigen Schritt zur Klärung der Haplogruppen-Studien darstellen.“



Prof. Dr. Dönmez erläuterte, dass man festgestellt habe, dass die Toten auf dem tausend Jahre alten türkischen Friedhof bei den Ausgrabungen ähnlich wie auf dem Friedhof Suttuu-Bulak in Kirgisistan bestattet wurden, indem ein Gegenstand auf ihre Füße gelegt wurde: „Wir haben verstanden, dass einige der Toten bei den Ausgrabungen nach der Kurgan-Tradition bestattet wurden. Wir haben hier Gräber entdeckt, die sowohl ihre alten Traditionen widerspiegeln als auch bereits islamische Bräuche übernommen haben.“

Die seit 17 Jahren andauernden Ausgrabungen werden von der Generaldirektion für Kulturgüter und Museen, der Türkischen Historischen Gesellschaft, dem Gouverneursamt Amasya und der Stadtverwaltung Amasya unterstützt.