Trends in der digitalen Welt führen sogar zum Tod

Die sogenannten "Challenges", die sich auf Social-Media-Plattformen rasch verbreiten und insbesondere Jugendliche im Teenageralter zu Machtdemonstrationen verleiten, können unvorhersehbare Gefahren bergen.

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Experten erklärten, dass zur Vorbeugung dieser Tendenzen, die aus dem Wunsch nach Anerkennung, Beliebtheit und dem Beweis der eigenen Existenz resultieren, die emotionalen Bedürfnisse junger Menschen erfüllt werden müssen.

Dass das Alter der Social-Media-Nutzer in den letzten Jahren immer weiter gesunken ist und digitale Anwendungen immer verbreiteter werden, bringt viele Gefahren mit sich. Die sogenannten "Challenges", die Jugendliche zu Wettbewerb und Machtdemonstrationen anregen, können auf Social-Media-Plattformen einen Dominoeffekt auslösen, sich schnell verbreiten und große Massen beeinflussen.

Social-Media-Trends, die fast täglich mit neuen Gesichtern auftauchen, können nicht nur die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen beeinträchtigen, sondern auch gefährliche Ausmaße annehmen, die zu körperlichen Schäden führen.

Das jüngste Beispiel für diese Trends ist das mit Münzen gespielte "Blutgeld"-Spiel. Die Person, die das Spiel verliert, wird bestraft, indem ihr mit einer Münze auf die Hand geschlagen wird. Dies kann zu Blutungen, Wunden, Rissen und Knochenbrüchen an der Hand führen, während Experten darauf hinweisen, dass die entstehenden offenen Wunden auch das Infektionsrisiko erhöhen.

KINDER KÖNNEN ZU HERAUSFORDERUNGEN NICHT NEIN SAGEN

Prof. Dr. Levent Arslan, Vorsitzender des Forschungszentrums für soziale Medien und digitale Sicherheit (SODİMER), erklärte, dass Social-Media-Trends aus sogenannten "Challenges" bestehen und es viele verschiedene Strömungen gibt, vom Ausschütten eines Eimers Eiswasser bis hin zum Sitzen wie eine Eule.

Arslan wies darauf hin, dass in letzter Zeit vermehrt gewaltorientierte Trends unter Jugendlichen aufgetaucht seien, und nannte als Beispiele die "Salz-Eis"-, "Trockenkaffee"- und "Ohnmachts"-Challenges.

Arslan betonte, dass sich diese Trends durch den Einfluss bildbasierter Social-Media-Plattformen schnell verbreiten und problematische Situationen schaffen können. Er erklärte, dass im Zentrum dieser Trends die Herausforderung stehe und dass es ein Problem darstelle, wenn das Kind zu dieser Herausforderung nicht "Nein" sagen könne.

Arslan erklärte, dass das grundlegende Merkmal hierbei das Bedürfnis sei, aufzufallen, Bestätigung zu erhalten und sich zu präsentieren, und äußerte sich wie folgt:

"Deshalb wollen sich Kinder gegenseitig durch diese Verhaltensweisen in den sozialen Medien profilieren. Denn genau das ist die Wirkung der sozialen Medien auf die Amygdala, das Belohnungszentrum im menschlichen Gehirn. Sich zu zeigen, Bestätigung zu finden, Retweets und Likes zu bekommen – das ist es, was man sieht. Deshalb verbreiten sich diese Trends so schnell."

Mit Blick auf den "Blutgeld-Trend" betonte Arslan, dass Eltern und Lehrer in dieser Hinsicht sensibilisiert werden müssten und Kontrollmechanismen an Schulen für solche Trends entwickelt werden sollten. Er wies zudem auf die Bedeutung der Erneuerung disziplinarischer Abläufe an Schulen sowie auf die Wichtigkeit von Lehrerfortbildungen hin.

Arslan erklärte, er habe das Konzept des "digitalen Freundes" entwickelt und sagte: "Eltern müssen die digitalen Fußabdrücke ihrer Kinder unbedingt verfolgen. Anstatt Kinder mit Tablets, Computern und dem Internet zu ängstigen, sollten sie auf freundschaftliche Weise lernen, in welchen Umgebungen sich ihre Kinder aufhalten. Ich nenne das 'digitale Freundschaft'."

Prof. Dr. Arslan wies darauf hin, dass auch dem Ministerium für Familie und soziale Dienste in dieser Angelegenheit eine große Verantwortung zukomme und die digitale Bildung im Haushalt von entscheidender Bedeutung sei. Er betonte, dass Eltern verfolgen müssten, welche Websites oder Anwendungen ihre Kinder besuchen und welche Spiele sie spielen.

Arslan merkte an, dass Kinder die als "Puff Bar" bekannten elektronischen Zigaretten nachahmten, indem sie Zucker in eine kleine Schachtel füllten, und berichtete, dass sie Videos über die Herstellung dieser Imitate in den sozialen Medien teilten.

Arslan sagte, dass viele Kinder dies von ihren Eltern sähen, die diese Produkte selbst konsumierten, und dass es unmöglich sei, Ergebnisse zu erzielen, wenn man kein gutes Vorbild sei.

Arslan machte auf die Gefahr von Social-Media-Trends aufmerksam und hielt fest:<