Verschlüsselte Nachrichten auf Telegram: Onkel Metin Online, Pisi, Çiko

Ein neues Verbrechen wurde der Liste der im virtuellen Raum begangenen Straftaten hinzugefügt. Es wurde festgestellt, dass Drogen- und Waffenhändler, die auf der Messaging-App Telegram Gruppen mit Tausenden von Teilnehmern bilden, den Drogen Codenamen geben, um die Aufmerksamkeit der Polizei zu umgehen.

İHA

Es wird behauptet, dass die Telegram-App in letzter Zeit auch von böswilligen Akteuren für den Drogen- und Waffenhandel genutzt wird. 

In Gruppen mit Tausenden von Followern vermarkten Drogen- und Waffenhändler ihre Waren, indem sie ihre Identität verbergen und die Plattform wie eine E-Commerce-Seite nutzen. Während das Interesse an diesen Telegram-Gruppen, die öffentlich zugänglich sind und denen man oft ohne Anfrage beitreten kann, von Tag zu Tag wächst, wurde beobachtet, dass Drogen mit Namen wie „Onkel Metin Online, Yeşilçay Online, Pisi, Çiko“ bezeichnet werden, um der polizeilichen Überwachung zu entgehen. Angesichts der Tatsache, dass bereits Kinder im frühen Alter Mobiltelefone nutzen, wird dies als eine Einladung zur Gefahr für Minderjährige angesehen.

Der Experte für Forensische Informatik und Cybersicherheit, Mustafa Sansar, erklärte, dass Technologie auch von böswilligen Personen missbraucht werde: „Es gibt verschiedene Gruppen innerhalb des Chat-Programms Telegram. Die Betreiber dieser Gruppen locken Menschen über soziale Medien in ihre Fallen und bergen sehr riskante Informationen, insbesondere da auch minderjährige Kinder Zugang dazu haben. Dazu gehören Drogen und Waffen. Jeder kann dort sehr leicht Waffen kaufen. Oder leider sind auch Drogen leicht zugänglich. Es werden Geschäfte gemacht“, sagte er.

SIE VERWENDEN VERSCHLÜSSELTE NACHRICHTEN

Sansar sprach auch über die in Telegram-Gruppen verwendeten Codenamen für Drogen und wies darauf hin, dass diese Spitznamen dazu dienen könnten, der polizeilichen Verfolgung zu entgehen. Sansar sagte: „Diese Namen wurden nicht nur aus Spaß an den Drogen vergeben, sondern als Codes entwickelt, um im Falle einer Festnahme sagen zu können: ‚Nein, ich verkaufe keine Drogen, ich spreche über jemanden‘. Sie geben ihnen oft Namen wie ‚Grüner Tee ist gekommen, Onkel Metin ist gekommen‘. Aber man sollte wissen, dass die Polizeibehörden der Republik Türkei diese Personen im Visier haben und, wie in der Presse berichtet, zahlreiche Operationen durchführen“, fügte er hinzu.

Sansar richtete auch Warnungen an die Familien: „Einer der wichtigsten Punkte hier ist die Überwachung und Kontrolle unserer Kinder. Hier liegt die Verantwortung bei den Familien. Daher muss man darauf achten, wie Kinder die ihnen gegebenen Mobiltelefone, Tablets und Computer nutzen, dies analysieren und ab und zu kontrollieren. Bei diesen Kontrollen ist es unbedingt erforderlich zu prüfen, welche Seiten sie besuchen und mit wem sie auf dem Telefon schreiben“, sagte er.