KI-Debatte in der Veterinärmedizin: 'Sie wird den Beruf nicht beenden, sondern stärken'
Prof. Dr. Barış Atalay Uslu erklärte, dass künstliche Intelligenz den Tierarztberuf nicht ersetzen, sondern bei Analysen und der Bildverarbeitung unterstützen werde.
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Während über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Zukunft der Berufe diskutiert wird, betonte Prof. Dr. Barış Atalay Uslu, Dekan der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Sivas Cumhuriyet, dass die Veterinärmedizin einer der Bereiche sei, die von diesem Wandel am wenigsten betroffen sein werden.
Uslu wies darauf hin, dass die Veterinärmedizin ein Beruf sei, der nicht nur auf theoretischem Wissen, sondern auch auf praktischer Anwendung und Fertigkeiten basiere. Daher sei es unwahrscheinlich, dass künstliche Intelligenz den Tierarzt vollständig ersetzen werde.
Uslu erklärte, dass künstliche Intelligenz insbesondere bei Analysen und der Bildverarbeitung eingesetzt werde. Er betonte, dass die Technologie zwar zu Diagnoseprozessen beitragen könne, der Arzt jedoch in den Behandlungs- und Anwendungsphasen weiterhin unverzichtbar bleibe.
DIE PRAKTISCHE SEITE DES BERUFS STEHT IM VORDERGRUND
Uslu erinnerte daran, dass Expertenprognosen zufolge bis zum Jahr 2030 etwa 22 Prozent der heute existierenden Berufe verschwinden oder sich verändern könnten. Dennoch sagte er, dass die auf Fertigkeiten basierende Struktur der Veterinärmedizin den Beruf in eine andere Position rücke.
Uslu erklärte, dass die Gründung einer Veterinärmedizinischen Fakultät schwierig und kostspielig sei und es in der Türkei derzeit 33 solcher Fakultäten gebe. Er merkte an, dass die Beschäftigungsquote der Absolventen hoch sei und die Studierenden eine intensive und detaillierte Ausbildung durchliefen.
Laut Uslu werden sich die Beschäftigungsfelder für Tierärzte weiterentwickeln, da Absolventen in verschiedenen Bereichen Arbeit finden können. Uslu stellte fest, dass das gestiegene Interesse an Haustieren nach der Pandemie auch das Interesse am Beruf erhöht habe, was sich auch in den Erfolgsrankings der Veterinärmedizinischen Fakultäten widerspiegele.
Uslu gab an, dass das Erfolgsranking an seiner eigenen Fakultät von 160.000 auf den Bereich von 120.000 bis 130.000 gestiegen sei und ein ähnlicher Trend auch an anderen Veterinärmedizinischen Fakultäten zu beobachten sei. Er merkte an, dass die Veterinärmedizin zwar einen schwierigen Ausbildungsprozess erfordere, Studierende, die den Beruf bewusst wählten, diesen Prozess jedoch bewältigen könnten.