Vorbereitungen für eine „Fast-Track“-Lösung bei KI-Patenten in der Türkei: Strengere Kontrollen für risikoreiche Systeme geplant

Mit dem von TÜRKPATENT geplanten System sollen KI-Anmeldungen schneller bearbeitet werden, während für risikoreiche Anwendungen strengere Kontrollen vorgesehen sind.

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In der Türkei wird ein neues System vorbereitet, um die Prozesse des geistigen Eigentums für Technologien im Bereich der künstlichen Intelligenz zu beschleunigen. Es heißt, dass das Türkische Patent- und Markenamt (TÜRKPATENT) plant, eine „KI-Fast-Track“-Anwendung einzuführen, die die Prüfungsdauer für gewerbliche Schutzrechtsanmeldungen im Zusammenhang mit KI-Projekten verkürzen soll.

Mit der Anwendung, deren Umsetzung innerhalb eines Jahres angestrebt wird, soll erreicht werden, dass Unternehmen und Start-ups, die KI-Technologien entwickeln, ihre Patent- und sonstigen gewerblichen Schutzrechtsanmeldungen in kürzerer Zeit abschließen können. Auf diese Weise wird erwartet, dass Unternehmen ihre Rechte an den von ihnen entwickelten Technologien früher absichern können.

In der Türkei wird ein beschleunigtes Anmeldeverfahren für KI-Patente vorbereitet.

Es wird davon ausgegangen, dass das neue Modell auch Auswirkungen auf Investitionsprozesse haben könnte. Ein vorhersehbarerer und schnellerer Prozess für geistiges Eigentum könnte Investoren dabei helfen, die Eigentumsverhältnisse und den Schutzstatus einer Technologie leichter zu analysieren.

RISIKOBASIERTES KONTROLLMODELL

Die Vorbereitungen beschränken sich nicht nur auf Patentprozesse. Es wird erklärt, dass die Türkei an einem Rahmen arbeitet, der KI-Systeme je nach dem von ihnen ausgehenden Risiko unterschiedlichen Regeln unterwirft. Dementsprechend werden KI-Projekte in Anwendungen mit niedrigem, mittlerem und hohem Risiko eingestuft.

Während für Anwendungen mit geringem Risiko einfachere Checklisten vorgesehen sind, ist für Systeme mit mittlerem Risiko die Erstellung einer kurzen algorithmischen Folgenabschätzung geplant. Bei Systemen mit hoher Auswirkung, die in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Personalbeschaffung, Sozialhilfe, Kreditbewertung, biometrische Erkennung, Strafverfolgung und Justiz eingesetzt werden, werden umfassendere Kontrollmechanismen in den Vordergrund rücken.

Zu den geplanten Punkten gehört auch die Erstellung einer öffentlich zugänglichen Modellkarte für KI-Systeme mit hoher Auswirkung sowie die Vorlage detaillierter technischer Unterlagen bei den Aufsichtsbehörden. Der Leitfaden, der die Einzelheiten der Risikoklassifizierung enthalten wird, soll innerhalb eines Jahres veröffentlicht werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass bei den Arbeiten der risikobasierte Ansatz der Europäischen Union berücksichtigt wird, die Türkei jedoch ihren eigenen rechtlichen und ethischen Rahmen schaffen wird. In diesem Zusammenhang wird auch der Schutz personenbezogener Daten eines der wichtigen Themen der Regulierung sein.

Es ist geplant, die Harmonisierung des Gesetzes zum Schutz personenbezogener Daten (KVKK) mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union so zu stärken, dass sie auch KI-Anwendungen abdeckt. Es wird erwartet, dass die neuen Regeln klarer definieren, unter welchen Bedingungen personenbezogene Daten beim Training von Modellen verwendet werden dürfen, welche Offenlegungspflichten bei automatisierten Entscheidungssystemen bestehen und welcher Rahmen für die Übermittlung von Daten ins Ausland gilt.