WhatsApp sieht sich einer Cyberangriffswelle gegenüber: Konto wird zum Zombie
WhatsApp-Web-Nutzer sind aufgrund einer Schadsoftware, die als „Brasilien-Virus“ bezeichnet wird, in ernster Gefahr. Experten warnen davor, besonders bei neugierig machenden Dateien vorsichtig zu sein.
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WhatsApp, eine der weltweit am weitesten verbreiteten Instant-Messaging-Plattformen, ist in letzter Zeit Ziel einer neuen Cyberangriffskampagne geworden. Bei dem betreffenden Angriff verbreitet sich die Schadsoftware namens „SORVEPOTEL“ hauptsächlich über Dateien mit der Endung „fotoğraf.zip“. Cyberkriminelle nutzen die sozialen Beziehungen der Nutzer aus, indem sie Nachrichten versenden, die den Anschein erwecken, von einer bekannten Person zu stammen, und nutzen die Neugier der Nutzer aus, um sie dazu zu bringen, die schädliche Datei zu öffnen.
Die neue Bedrohung zielt insbesondere darauf ab, WhatsApp-Web-Sitzungen auf Computern mit Windows-Betriebssystem zu übernehmen. Experten weisen darauf hin, dass die gesendeten Nachrichten meist mit aufmerksamkeitsstarken Inhalten wie „Bist du das auf diesem Foto?“ präsentiert werden.
KONTO WIRD ZUM ZOMBIE
Sobald die schädliche Datei auf den Computer heruntergeladen und geöffnet wird, übernimmt die im Hintergrund laufende Schadsoftware innerhalb von Sekunden die vollständige Kontrolle über die WhatsApp-Web-Sitzung. Das übernommene Konto sendet automatisch ähnliche Fallen-Nachrichten an das gesamte Adressbuch des Nutzers, um die Verbreitung zu beschleunigen. Auf diese Weise wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die in sehr kurzer Zeit Hunderte von Konten infizieren kann.
Experten berichten, dass einige Versionen solcher Software nicht nur Messaging-Konten übernehmen, sondern auch auf kritische Daten auf dem Computer zugreifen und diese stehlen oder das System sogar aus der Ferne steuern können.
WELCHE MASSNAHMEN SOLLTEN ERGRIFFEN WERDEN?
Experten für IT-Sicherheit listen die grundlegenden Maßnahmen auf, die zur Gewährleistung der Sicherheit von WhatsApp und der digitalen Sicherheit im Allgemeinen ergriffen werden sollten:
- Überprüfen Sie regelmäßig den Bereich „Verknüpfte Geräte“ in WhatsApp und beenden Sie unbekannte Sitzungen sofort.
- Seien Sie besonders vorsichtig bei unerwarteten Dateien mit den Endungen ZIP, LNK oder EXE. Öffnen Sie diese keinesfalls, wenn Sie sich über die Quelle der Datei nicht sicher sind.
- Schützen Sie Ihr Konto mit einer zusätzlichen Sicherheitsebene, indem Sie die zweistufige Verifizierung aktivieren.
- Nehmen Sie ungewöhnliche Vorkommnisse auf Ihrem Computer ernst, wie etwa „PowerShell“- oder „Eingabeaufforderungs“-Fenster, die sich ohne Ihre Zustimmung öffnen; dies kann ein Hinweis darauf sein, dass in Ihr System eingegriffen wurde.
EXPERTEN WARNEN: DAS GRÖSSTE RISIKO LIEGT IN DER ANGEHÄNGTEN DATEI
Berater im Bereich Sicherheit betonen, dass das Risiko für Nutzer, allein durch das Lesen der Nachrichten gefährdet zu werden, gering ist, die eigentliche Gefahr jedoch mit dem Öffnen der angehängten Datei beginnt. Experten weisen insbesondere darauf hin, dass „der Grund für die schnelle Verbreitung die Nutzung bekannter Profile ist“, und unterstreichen die Bedeutung digitaler Hygiene.
Es wird empfohlen, dass Nutzer gegenüber dem Inhalt und den Anhängen eingehender Nachrichten aufmerksamer als je zuvor sind und beim Öffnen von Dateien, egal von wem sie stammen, mit gesundem Menschenverstand vorgehen. Auf diese Weise können sowohl persönliche Daten geschützt als auch verhindert werden, dass das Konto in fremde Hände gerät.