WhatsApp testet KI-Inhaltsetikett für Android-Kanäle
WhatsApp hat in der Beta-Version eine Funktion für dauerhafte Inhaltsetiketten für Medien eingeführt, die mit künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet wurden.
12punto
WhatsApp führt eine neue Kennzeichnungsfunktion ein, um KI-generierte Inhalte, die in Kanälen geteilt werden, deutlicher zu kennzeichnen. Die Funktion, die in der Android-Version WhatsApp Beta 2.26.34.5 getestet wird, zielt insbesondere darauf ab, dass Kanalbetreiber ihre Follower über den Einsatz von künstlicher Intelligenz bei den geteilten Bildern und Videos informieren können.
Mit dem neuen System können Kanalbetreiber direkt am Beitrag markieren, ob ein Medium vollständig mit KI erstellt oder mit KI-Tools bearbeitet wurde. Es wird darauf hingewiesen, dass dieser Schritt auch mit Transparenz- und Compliance-Anforderungen in einigen Ländern zusammenhängt.
Die Kennzeichnung wird nicht auf Inhalte beschränkt sein, die mit Meta AI erstellt wurden. Auch Medien, die mit ChatGPT, Gemini oder ähnlichen KI-Tools von Drittanbietern erstellt oder bearbeitet wurden, fallen unter diese Regelung. Auf diese Weise erhalten Nutzer klarere Informationen über den Entstehungsprozess der Inhalte, die sie sehen.
Kanalbetreiber können das Etikett manuell hinzufügen, indem sie den entsprechenden Beitrag gedrückt halten und im sich öffnenden Menü die Option „KI-Inhaltsetikett hinzufügen“ auswählen. Es wird zudem berichtet, dass WhatsApp das Etikett möglicherweise automatisch mithilfe von Algorithmen zur Erkennung KI-generierter Inhalte platzieren könnte.
Das Etikett wird im unteren linken Bereich des Beitrags zusammen mit Informationen wie der Anzahl der Aufrufe und dem Zeitstempel angezeigt. Ein bemerkenswerter Aspekt der Funktion ist die Dauerhaftigkeit des Etiketts: Ein einmal hinzugefügtes KI-Inhaltsetikett kann nachträglich nicht mehr entfernt werden.
Die Funktion, die derzeit einer begrenzten Anzahl von Beta-Nutzern zur Verfügung steht, soll in den kommenden Wochen durch Updates im Google Play Store einem breiteren Android-Nutzerkreis zugänglich gemacht werden.