Was sind die wichtigsten wissenschaftlichen Entwicklungen im Januar?
Im Januar gab es einige bedeutende wissenschaftliche Entdeckungen sowie wichtige Fortschritte in der Weltraumforschung.
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Von der Entdeckung, dass Wasser in PET-Flaschen Tausende von gesundheitsgefährdenden Nanoplastikpartikeln enthält, über die Entdeckung einer riesigen ringförmigen Struktur im Weltraum, die "theoretische Modelle infrage stellt", bis hin zur Identifizierung einer neuen Antibiotika-Art, die gegen arzneimittelresistente Bakterien wirken kann, und batterielosen Sensoren, die ihre Energie aus Magnetfeldern gewinnen – viele Entdeckungen und Entwicklungen prägten die Schlagzeilen im Januar.
Jede Entdeckung, Innovation und jeder Durchbruch in der Welt der Wissenschaft und Technologie trägt dazu bei, unbekannte Aspekte des Universums zu enthüllen, unser Verständnis des Kosmos zu formen und neue Horizonte zu eröffnen.
In einer Höhle im US-Bundesstaat Oklahoma wurde die etwa 289 Millionen Jahre alte, weltweit älteste fossile Amniotenhaut entdeckt.
Es wird davon ausgegangen, dass das Fossil zu einem kleinen, echsenähnlichen Tier gehört, das wahrscheinlich als "Captorhinus aguti" bekannt ist und Millionen von Jahren älter als die Dinosaurier ist.
Wasser in PET-Flaschen enthält Tausende für die menschliche Gesundheit gefährliche Nanoplastikpartikel
Forscher der Columbia University in den USA haben mit einer neuen Methode Partikel identifiziert, die im Milliardstel-Meter-Bereich liegen, und festgestellt, dass ein Liter Wasser aus einer PET-Flasche etwa 240.000 Nanoplastikpartikel enthält.
Die Forscher vermuten, dass diese Kunststoffe durch das Trinken von Wasser schnell in den Körper gelangen und negative Auswirkungen haben könnten; sie wiesen darauf hin, dass die kleinen Plastikpartikel die Mikroben im Darm beeinträchtigen könnten, die bei der Verdauung von Nahrung helfen.
Zudem wird bewertet, dass die Kunststoffe Gesundheitsrisiken wie eine erhöhte Sterblichkeitsrate und Geburtsfehler verursachen könnten.
"Theorien widersprechende" riesige Weltraumentdeckung
Wissenschaftler der University of Central Lancashire (UCLan) in Großbritannien haben eine riesige ringförmige Struktur im Weltraum entdeckt, die einige grundlegende kosmologische Annahmen "infrage stellt".
Während Kosmologen die theoretische Obergrenze für die Größe solcher Strukturen auf 1,2 Milliarden Lichtjahre berechnet hatten, wurde festgestellt, dass diese Struktur, die von den Wissenschaftlern "Big Ring" (Großer Ring) genannt wird, einen Durchmesser von 1,3 Milliarden Lichtjahren und einen Umfang von etwa 4 Milliarden Lichtjahren aufweist.
Die Forscher sind der Ansicht, dass die neu entdeckte Struktur der Theorie der 1,2 Milliarden Lichtjahre widerspricht.
Chatbots antworteten auf "böswillige" Befehle durch "Reverse Engineering"
Forscher der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur haben durch eine "Reverse Engineering"-Methode erreicht, dass KI-Chatbots auf Befehle antworten, die sie normalerweise nicht beantworten dürften.
Die Forscher führten eine Studie zu Chatbots wie ChatGPT, Google Bard und Microsoft Bing Chat durch.
Mit dieser Methode wurde zunächst ermittelt, wie Chatbots böswillige Anfragen erkennen und sich verteidigen. Anschließend wurden diese Informationen genutzt, um den Chatbots beizubringen, automatisch Befehle zu erstellen, die die Abwehrmechanismen anderer Modelle umgehen können.
Antibiotikum gegen arzneimittelresistente Bakterien gefunden
Forscher der Harvard University und des Schweizer Pharmaunternehmens Hoffmann-La Roche untersuchten etwa 45.000 Antibiotikamoleküle, um klinische Behandlungsmöglichkeiten gegen arzneimittelresistente Bakterien zu finden, die im menschlichen Körper tödliche Infektionen verursachen.
Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass das Antibiotikum namens "Zosurabalpin" das arzneimittelresistente Bakterium "Acinetobacter baumannii" im Labor weitgehend inaktivieren konnte.
Nach Angaben der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC verursacht das Bakterium "Acinetobacter baumannii", das eine hohe Resistenz gegen derzeit verwendete Antibiotika aufweist, schwere Infektionen der Lunge, der Harnwege und des Blutes mit einer hohen Sterblichkeitsrate.
Batterieloser Sensor entwickelt
Ingenieure des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA haben einen batterielosen Sensor entwickelt, der seine eigene Energie erzeugen kann und für den Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen konzipiert ist.
Wenn der batterielose Sensor an einem stromführenden Kabel befestigt wird, kann er die Energie aus dem Magnetfeld, das um das Kabel herum entsteht, sammeln und so seine eigene Energie erzeugen. Er liefert Informationen über den Stromverbrauch in schwer zugänglichen Teilen von Maschinen, wie beispielsweise dem Stromkabel eines Motors.
Der an der Universität entwickelte Temperatursensor erfordert keine spezielle Installation oder Wartung.
Es wird davon ausgegangen, dass dieses Design neben Magnetfeldern auch auf andere Energiequellen wie Vibrationen und Tageslicht angepasst werden kann.
Der Mond hatte bei seiner Entstehung mehr Wasser in seiner Kruste als gedacht
Wissenschaftler aus den USA, Großbritannien, Kanada und Schweden haben infolge einer Untersuchung, die die allgemeinen Annahmen über das Vorhandensein von Wasser in der Mondkruste verändert, entdeckt, dass vor 4 Milliarden Jahren mehr Wasser in der Kruste vorhanden war.
In der Studie wurde erstmals das Vorhandensein von Apatit, dem häufigsten Phosphatmineral, in der ursprünglichen Kruste des Mondes nachgewiesen.
Die aus dem Apatit gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass der Mond bei seiner Entstehung deutlich mehr Wasser in seiner Kruste hatte, als Wissenschaftler bisher angenommen hatten, und werfen ein neues Licht auf die Jahre seiner Entstehung.