Zwei riesige Schwarze Löcher verschmelzen und erreichen die 225-fache Masse der Sonne

Wissenschaftler haben bestätigt, dass durch die Verschmelzung zweier riesiger Schwarzer Löcher ein neues Schwarzes Loch entstanden ist, das 225-mal so groß ist wie die Sonne. Dieses Ereignis stellt die bestehenden Theorien zur Entwicklung Schwarzer Löcher in Frage.

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Schwarze Löcher, die zu den geheimnisvollsten und furchteinflößendsten Objekten im Weltraum gehören, haben mit einem neuen Verschmelzungsereignis für Aufregung in der wissenschaftlichen Welt gesorgt. Das durch die Verschmelzung zweier riesiger Schwarzer Löcher entstandene neue Schwarze Loch besitzt die 225-fache Masse der Sonne. Diese Verschmelzung wurde als das bisher größte Paar Schwarzer Löcher registriert, das jemals durch Gravitationswellen beobachtet wurde.

Dieses außergewöhnliche Ereignis wurde durch ein Signal namens GW231123 von den Observatorien LIGO Hanford und LIGO Livingston entdeckt. Da das Signal jedoch nur 0,1 Sekunden dauerte, gestaltete sich die Analyse der Daten für die Wissenschaftler schwierig.

Professor Mark Hannam von der Universität Cardiff erklärte, dass Schwarze Löcher dieser Größe mit den Standardmodellen der Sternentwicklung nicht zu erklären seien, und sagte: „Dies stellt unser Verständnis der Entstehung Schwarzer Löcher vor eine ernsthafte Herausforderung.“ Hannam vermutet, dass solche gigantischen Schwarzen Löcher durch die Verschmelzung kleinerer Schwarzer Löcher entstanden sein könnten.

Schwarze Löcher sind als Himmelskörper mit einer so starken Gravitation bekannt, dass nicht einmal Licht ihnen entkommen kann. Die Schwarzen Löcher bei dieser Verschmelzung zeichnen sich nicht nur durch ihre Masse aus, sondern auch dadurch, dass sie sich 400.000-mal schneller drehen als die Erde. Dr. Charlie Hoy von der Universität Portsmouth erklärte, dass diese schnelle Rotation die Interpretation des Signals erschwerte und sie sich dem Rotationslimit näherten, das Einsteins allgemeine Relativitätstheorie zulässt.

Bisher wurden etwa 300 Verschmelzungen Schwarzer Löcher mittels Gravitationswellen beobachtet, doch dieses Ereignis übertrifft mit seiner Masse alle bisherigen Rekorde. Die bisher größte Verschmelzung hatte die 140-fache Masse der Sonne. Dennoch werden mit Instrumenten wie dem James-Webb-Weltraumteleskop auch weitaus größere Schwarze Löcher entdeckt. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr ein Schwarzes Loch mit der 400-millionenfachen Masse der Sonne beobachtet.

Diese bedeutende Entdeckung wird der wissenschaftlichen Gemeinschaft auf der 24. Internationalen Konferenz für Allgemeine Relativitätstheorie und Gravitation in Glasgow vorgestellt werden. Die Theorien über die Entwicklung und Natur Schwarzer Löcher werden durch solche Entdeckungen neu bewertet.