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Krebserkrankungen im Kindesalter nehmen zu: Diese Beschwerden sollten ernst genommen werden!

Experten haben vor dem Anstieg von Krebserkrankungen bei Kindern weltweit und in der Türkei gewarnt. Fachleute betonten: „Symptome wie anhaltendes Fieber, Abgeschlagenheit oder Schwellungen der Lymphknoten sollten ernst genommen werden.“

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Krebserkrankungen im Kindesalter nehmen zu: Diese Beschwerden sollten ernst genommen werden!

Weltweit und in der Türkei nehmen Krebserkrankungen im Kindesalter zu. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird jährlich bei 300.000 Kindern Krebs diagnostiziert.

Wie Sibel Bahçetepe von BirGün berichtet, erhalten in der Türkei jährlich 3.500 Kinder eine Krebsdiagnose, wobei Leukämie am häufigsten auftritt. Prof. Dr. Gül Nihal Özdemir, Fachärztin für Kinderhämatologie, erklärte: „Wenn Symptome wie Fieber und Abgeschlagenheit bei Kindern nicht durch eine Infektion oder andere Ursachen erklärt werden können und anhalten, sollte man skeptisch sein.“

ACHTUNG VOR UMWELTFAKTOREN!

Anlässlich der Woche der leukämiekranken Kinder beantwortete Prof. Özdemir, Vorstandsmitglied der Stiftung für krebskranke Kinder (KAÇUV), Fragen von BirGün. Sie betonte, dass Krebs bei Kindern im Vergleich zu Erwachsenen deutlich seltener vorkomme und sagte: „Bei Kindern tritt am häufigsten Leukämie auf. Leukämie ist ein Blutkrebs, der durch die unkontrollierte Vermehrung weißer Blutkörperchen im Knochenmark entsteht. Sie beginnt im Knochenmark und betrifft in der Regel die Körpersysteme, die an der Blutbildung beteiligt sind, wie Blut, Knochenmark und Lymphknoten. Leukämie kann die normale Funktion von Blutzellen wie roten Blutkörperchen, Leukozyten und Thrombozyten stören, den Körper wehrlos machen und zu Problemen wie Anämie, Infektionen und Blutungen führen.“

Özdemir betonte, dass Leukämie bei Kindern in jedem Alter auftreten könne, am häufigsten jedoch zwischen dem 1. und 5. Lebensjahr. Die genauen Ursachen seien zwar nicht bekannt, doch könnten bestimmte Umweltfaktoren und genetische Faktoren zur Entstehung der Krankheit beitragen.

GENETIK UND STRAHLENBELASTUNG AN ERSTER STELLE

Prof. Dr. Özdemir listete die Risikofaktoren, die zu Leukämie führen können, wie folgt auf: „Genetik, Strahlenbelastung, chemische Belastung, Medikamente, Virusinfektionen, Down-Syndrom.“ Sie erklärte, dass die ersten Beschwerden und Anzeichen der Krankheit manchmal mild sein könnten und oft nicht beachtet würden. Zusammenfassend sagte Prof. Özdemir: „Es ist wichtig, dass Familien bei den ersten Anzeichen aufmerksam sind und bei Verdacht einen Arzt aufsuchen. Natürlich bedeutet nicht jedes Fieber und jede Abgeschlagenheit gleich Krebs. Wenn diese Symptome jedoch nicht durch eine Infektion oder andere Ursachen erklärt werden können und anhalten, sollte man skeptisch sein. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind für Leukämiepatienten von lebenswichtiger Bedeutung. Heutzutage wurden bei der Behandlung von Leukämie bei Kindern große Fortschritte erzielt, und viele Leukämiearten sind behandelbar geworden. Leukämie kann mit Methoden wie Chemotherapie, zielgerichteten Therapien, Strahlentherapie und Knochenmarktransplantation behandelt werden. In Fällen, die nicht behandelbar sind oder fortschreiten, kann Leukämie lebensbedrohlich sein.“

Die Symptome von Leukämie sind wie folgt:

Fieber, Abgeschlagenheit, Blässe, Gewichtsverlust, häufige Infektionen, blaue Flecken am Körper, Knochen- und Beinschmerzen, Schwellungen der Lymphknoten und im Bauchraum, Hodenschwellungen bei Jungen, Zahnfleischschwellungen und Blutungen


Nachrichtenquelle: 12punto

Weltgesundheitsorganisation Leukämie KAÇUV Krebserkrankungen im Kindesalter