Euro
Arrow
55,6710
Dollar
Arrow
49,6887
Pfund Sterling
Arrow
66,4601
Gold
Arrow
6402,7357
BIST 100
Arrow
11.117
Startseite > Gesundheit Nachrichten > Nicht jedes gelbe Huhn ist ein 'Landhuhn': Warum sind Supermarkthühner manchmal gelb und manchmal weiß?

Nicht jedes gelbe Huhn ist ein 'Landhuhn': Warum sind Supermarkthühner manchmal gelb und manchmal weiß?

Die Farbunterschiede bei Hühnern aus dem Supermarkt verwirren Menschen, die sich gesund und biologisch ernähren möchten. Die Unterscheidung zwischen 'biologisch' oder 'gesund' bei den gelben und weißen Hühnern, denen wir begegnen, ist nicht so einfach, wie es scheint. Was sollte man also kaufen: gelb oder weiß?

X Facebook WhatsApp Mail ABONNIEREN Google News
Veröffentlicht: 09.10.2026 23:38 Aktualisiert: 10.10.2026 00:07
Nicht jedes gelbe Huhn ist ein 'Landhuhn': Warum sind Supermarkthühner manchmal gelb und manchmal weiß?

Die meisten von uns denken beim Anblick eines gelben Huhns: „Das ist sicher ein Landhuhn, das ist natürlicher.“ Doch die Haut des Huhns liefert möglicherweise nicht so verlässliche Informationen, wie wir glauben.

Der Hauptgrund für die Gelbfärbung sind natürliche Pigmente namens Carotinoide, die im Futter enthalten sind. Hühner, die mit pigmentreichem Futter wie Mais, Luzerne oder Studentenblumen gefüttert werden, können mehr gelbe Farbe in ihrer Haut und im Unterhautfettgewebe einlagern. Die Farbe, die wir sehen, entsteht also meistens schon im Futtertrog und nicht erst auf dem Teller.

DIE FARBE WIRD MANCHMAL VOM PRODUZENTEN BESTIMMT

Genetisch bedingt lagern manche Hühner diese Pigmente leicht in der Haut ein, während andere sie abbauen. Deshalb kann bei zwei verschiedenen Rassen, die mit ähnlichem Futter ernährt werden, eines gelb und das andere hell sein. Produzenten können zudem die Zusammensetzung des Futters an die Gewohnheiten der Verbraucher anpassen, um gelber aussehende Hühner zu züchten.

Daher ist eine gelbe Haut allein kein Beweis dafür, dass das Huhn auf dem Land frei herumlief, biologisch ist, nahrhafter oder schmackhafter ist.

Auch das USDA (Landwirtschaftsministerium der USA) weist ausdrücklich darauf hin, dass die Hautfarbe kein Maßstab für Nährwert, Geschmack, Zartheit oder Fettgehalt ist.

Ein weißes Huhn ist auch nicht automatisch von minderer Qualität. Die natürliche Farbe von rohem Hühnerfleisch kann von bläulichem Weiß bis Gelb variieren. Um einen Verderb zu erkennen, sollte man nicht nur auf die Farbe achten, sondern auch auf einen unangenehmen Geruch, eine klebrige oder schleimige Oberfläche sowie die Lagerbedingungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Ein gelbes Huhn ist nicht gefälscht, aber seine Farbe ist auch kein „Landhuhn-Zertifikat“. Die Gelbfärbung verrät uns meist nicht, wo das Huhn umhergelaufen ist, sondern was es gefressen hat und welche Genetik es besitzt, um Pigmente zu verarbeiten.

 

Nachrichtenquelle: 12punto

Schlagwörter

Geschmack Gelb Zertifikat Hähnchen Landwirtschaft