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Sie haben alles durchlöchert! 'Ökologische Zerstörung' im Landkreis Pütürge in Malatya

Der Landkreis Pütürge in Malatya, in dem Vorkommen von Profilit – einem Rohstoff für Weißzement – entdeckt wurden, ist durch Bergbaugebiete regelrecht durchlöchert worden. Ramazan Derin, Sprecher der Umweltplattform Pütürge, wies auf die massive Verschmutzung hin und erklärte: „Diese Situation ist gefährlich für Mensch und Tier. Es findet eine ernsthafte ökologische Zerstörung statt.“

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Sie haben alles durchlöchert! 'Ökologische Zerstörung' im Landkreis Pütürge in Malatya

Der Landkreis Pütürge in Malatya wurde aufgrund des Abbaus von Profilit, das auch als Rohstoff für Weißzement dient, regelrecht durchlöchert. 

Wie Sibel Bahçetepe von BirGün berichtet; wies Ramazan Derin, Sprecher der Umweltplattform Pütürge, auf die Schäden durch die geplante Profilit-Brech-, Sieb- und Waschanlage im Ortsteil Taşmış hin, wo in 33 Bergbaugebieten aktiv gearbeitet wird. Er betonte, dass sie einen ökologischen Kampf gegen die Plünderung des Landkreises durch Bergbauunternehmen führen. Derin unterstrich, dass sie bisher zwei UVP-Anträge (Umweltverträglichkeitsprüfung) und zwei Bergbaulizenzen annullieren ließen sowie für drei weitere Minen einen Baustopp erwirkten, die Bergbauunternehmen ihre Aktivitäten jedoch fortsetzten. „Wir finden keine Behörde, die diese Entscheidungen umsetzt. In Pütürge findet eine ernsthafte ökologische Zerstörung statt“, sagte er.

„HOHE RISIKEN“

In seiner Erklärung gegenüber BirGün sagte Derin, dass die durch den Abbau und Transport der Erze verursachte massive Umweltverschmutzung ein für das menschliche Leben und die Tierwelt unerträgliches Ausmaß erreicht habe. Derin erinnerte daran, dass im 37 Quadratkilometer großen Ortsteil Taşmış 33 Bergbaubetriebe aktiv seien: „In Pütürge gibt es seit 30 Jahren Bergbauaktivitäten. Doch seit 2018 haben die Aktivitäten zugenommen. Wir haben derzeit 33 Bergbaubetriebe im Dorf Taşmış. Die Aktivitäten der Minen haben ein erschreckendes Ausmaß erreicht.“ Derin wies auf die starke Umwelt- und Lärmbelastung hin und bewertete die Lage wie folgt: „Dies beeinträchtigt auch die Viehzucht. Die Tierwelt ist völlig am Ende. Dass in den Ortsteilen Taşmış, Gündüz, Belen und Örnek eröffnete und nicht stillgelegte Minen nicht rekultiviert wurden, stellt ein hohes Risiko für Menschen, Haustiere und die Tierwelt dar.“

GROSSER SCHADEN FÜR DIE ÖKOLOGIE

Derin erklärte, dass die Bergbaugebiete der Firma Çimsa gehören, die zur Sabancı Holding gehört, der Betrieb jedoch von der Firma Altuntaş Madencilik durchgeführt wird, und fuhr fort:

„Bei der Eröffnung der Minen werden die Vorschriften zur Eröffnung von Bergbaubetrieben nicht eingehalten. Es werden die billigsten und primitivsten Methoden angewandt. Auch bei der Gewinnung und dem Transport der Erze werden die Bestimmungen des Bergbaugesetzes und des Umweltgesetzes missachtet. Trotz zahlreicher Verstöße werden keine notwendigen strafrechtlichen Sanktionen verhängt. Es sollte zwingend vorgeschrieben sein, dass Erzverarbeitungs- und Trennanlagen einen gewissen Abstand zu Wohngebieten, landwirtschaftlichen Flächen, Viehzuchtgebieten, Imkereien sowie Fließ- und Quellgewässern einhalten. Dies wird jedoch nicht beachtet. Die zuletzt errichtete Profilit-Brech-, Sieb- und Waschanlage befindet sich nur 100 Meter von der Wohnsiedlung Çermik im Ortsteil Taşmış, 10 Meter vom Bach Şiro Çayı, 5 Meter von der Landstraße Pütürge-Malatya und 400 Meter von der Siedlung Nefsi Pazarcık im Ortsteil Pazarcık entfernt. Dass sie sich inmitten von tausenden Hektar bewässertem Ackerland und zehntausenden Aprikosen- und anderen Obstbäumen befindet, bedeutet ein riesiges Risiko für jegliches Leben. Die Gefahr, dass das Leben im Şiro Çayı und im Karakaya-Stausee durch Staubbelastung, Lärm und die Einleitung von Abwässern aus der Waschanlage in den Bach Şiro Çayı ausstirbt, ist unvermeidlich.“

PROJEKT MUSS GESTOPPT WERDEN

Derin betonte, dass das Projekt gestoppt werden müsse, und fuhr fort:

„Wir akzeptieren nicht, dass die Bergbauaktivitäten dem Belieben der Unternehmen überlassen werden, ohne die öffentliche Gesundheit und die Nachhaltigkeit der natürlichen Lebensgrundlagen zu berücksichtigen. Wir fordern alle zuständigen und befugten Institutionen auf, im Sinne des öffentlichen Interesses dringend zu handeln, um das fragliche Projekt zu stoppen und den Bergbau, der mit primitiven und rücksichtslosen Methoden betrieben wird, entweder zu beenden oder durch strenge und faire Kontrollen an internationale Standards anzupassen. Wir fordern zudem die Schließung und Rekultivierung der Minen in den Ortsteilen Belen, Gündüz und Örnek, die derzeit nicht aktiv, aber auch nicht stillgelegt sind.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Umweltverschmutzung Bergbaugebiet Pütürge Malatya Profilit