Im Ermittlungsverfahren zu dem Einsturz in einem privaten Bergwerksbetrieb im Landkreis Soma in der Provinz Manisa, bei dem 5 Bergleute ihr Leben verloren, gibt es eine neue Entwicklung. Die 9 im Rahmen der Ermittlungen festgenommenen Verdächtigen wurden vom zuständigen Gericht in Untersuchungshaft genommen.
Die von der Generalstaatsanwaltschaft Soma eingeleiteten Ermittlungen werden von 3 unter der Koordination des Generalstaatsanwalts beauftragten Staatsanwälten geführt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen bei der Gendarmerie wurden die Verdächtigen zum Justizgebäude in Soma überstellt und nach ihren Aussagen bei der Staatsanwaltschaft mit dem Antrag auf Untersuchungshaft dem zuständigen Bereitschaftsrichter vorgeführt.
Das Gericht ordnete die Inhaftierung des Geschäftsführers Y.B., des stellvertretenden Geschäftsführers A.E., des Leiters für Studien und Projekte I.D., des Produktionsleiters K.L., des Leiters für Arbeitssicherheit M.B., des Mechanikleiters H.T., des Schichtleiters M.K. sowie der Ingenieure F.E. und R.Ö. an.
Der Einsturz ereignete sich am 1. Oktober gegen 13.15 Uhr in dem in Soma tätigen Bergwerksbetrieb. Bei dem Vorfall wurden 7 Bergleute verschüttet. Nach Eingang der Meldung wurden Teams von AFAD, Gendarmerie, dem Rettungsdienst 112 sowie der Feuerwehr der Stadtverwaltung Manisa in das Gebiet entsandt.
Bei den Such- und Rettungsarbeiten konnten 2 Bergleute lebend geborgen werden. Die leblosen Körper von Halit Ersay (37), Kerim Ören (37), Ramazan İnce (26), İsa Olcay (48) und Ömer Karakaya (34), die unter den Trümmern begraben waren, wurden gefunden.
Unterdessen wurden zur umfassenden Untersuchung des Einsturzes ein Expertenteam der Generaldirektion für Bergbau und Erdölangelegenheiten des Ministeriums für Energie und natürliche Ressourcen sowie ein leitender Inspektor der Sozialversicherungsanstalt des Ministeriums für Arbeit und soziale Sicherheit beauftragt.
Nachrichtenquelle: 12punto