III. Internationales Mythologie-Filmfestival beginnt
Das Internationale Mythologie-Filmfestival, das Mythologie mit Kino und verschiedenen Kunstdisziplinen verbindet, öffnet dieses Jahr zum dritten Mal seine Pforten. Das Thema des Festivals, das vom 22. bis 30. September in Izmir, Aydın, Manisa, Istanbul und Çanakkale stattfindet, lautet: „Mythologie und Frau“.
Das Internationale Mythologie-Filmfestival, das Mythologie nicht nur als Erzählungen der Vergangenheit, sondern auch als Teil der heutigen Kunst- und Gedankenwelt betrachtet, trifft in seinem dritten Jahr mit dem Thema „Mythologie und Frau“ auf sein Publikum. Das Festival findet vom 22. bis 30. September 2025 in Izmir, Aydın, Manisa, Istanbul und Çanakkale statt und ist für alle Interessierten kostenlos zugänglich.
Die Leitung des Festivals übernimmt die Autorin Gülşah Elikbank, die künstlerische Leitung liegt bei dem Filmkritiker Gökmen Küçüktaşdemir. Das Veranstaltungsprogramm wird durch Kurzfilm- und Digitalspielwettbewerbe sowie internationale Filmvorführungen, Podiumsdiskussionen, Gespräche, Workshops und spezielle Veranstaltungen an antiken Stätten bereichert. Eines der Highlights in diesem Jahr ist das Konzert der schwedischen Musikgruppe YoJuliet in der antiken Stadt Tralleis in Aydın.
Die Abschlusszeremonie des Festivals findet am Abend des 30. September in der antiken Stadt Troja statt. Bei der Zeremonie werden symbolische Preise, die von der türkischen Mythologie inspiriert sind, verliehen. Der Ülgen-Preis (Güte) geht an den Regisseur Derviş Zaim, der für seine ethischen und ästhetischen Beiträge zum Kino bekannt ist; der Mergen-Preis (Weisheit) wird an den Archäologen Prof. Dr. Necmi Karul verliehen, der mit Projekten wie Göbeklitepe und Taş Tepeler Licht auf die antiken Kulturen Anatoliens wirft. Diese Preise, die zuvor an Persönlichkeiten wie Ezel Akay, Ercan Kesal, Muazzez İlmiye Çığ und Prof. Dr. Mehmet Özdoğan verliehen wurden, wurden in diesem Jahr speziell von der Archäologin und Keramikkünstlerin Hülya Akyol entworfen. Diese Werke, die das Gedächtnis der Erde und die transformierende Kraft des Feuers symbolisieren, tragen Bedeutungen, die mit mythologischen Elementen verschmelzen.

Festivalerlebnis in der antiken Stadt Tralleis
Eine der bemerkenswertesten Stationen des Festivals wird die dreitausend Jahre alte antike Stadt Tralleis im Bezirk Efeler in Aydın sein. Die antike Stadt, die das Seikilos-Epitaph beherbergt, das älteste bekannte Musikstück der Welt mit Notenschrift, wird zum ersten Mal Gastgeber eines Festivals sein. Am 25. September wird im Rahmen des Programms, das mit Unterstützung der Stadtverwaltung Efeler stattfindet, die für ihre Live-Musikbegleitung zu Stummfilmen bekannte Gruppe YoJuliet auftreten. Die Gruppe wird mit ihrem speziellen Repertoire, das Themen aus Mythologie und Literatur umfasst, auf die Musikgeschichte von Tralleis verweisen. In dem anschließenden Gespräch mit dem Titel „Die gemeinsame Geschichte der Menschheit“ werden Akademiker und Autoren das kulturelle Erbe Anatoliens mit der Gegenwart verbinden.
Digitalisierung der Mythologie durch den Digitalspielwettbewerb
Eine weitere Veranstaltung, die dieses Jahr zum ersten Mal stattfindet, ist der Digitalspielwettbewerb. Der Wettbewerb, der darauf abzielt, die anatolische Mythologie auf digitale Plattformen zu bringen, bietet jungen Entwicklern die Möglichkeit, ihre Projekte auf globaler Ebene vorzustellen. Spielprojekte, die für Mobil- und PC-Plattformen geeignet sind, erhalten die Chance auf professionelles Mentoring und internationale Investitionsunterstützung.
Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen
Im Kurzfilmwettbewerb des Festivals stehen weibliche Helden und Göttinnenfiguren im Vordergrund. Die Auswahljury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Alev Parsa wird dem Publikum Filme präsentieren, die nach 2022 produziert wurden.
Zu den speziellen Filmvorführungen, die mit Unterstützung internationaler Kulturinstitutionen realisiert werden, gehören bemerkenswerte Werke wie Undine (Christian Petzold), Gunnar Hedes Saga (Mauritz Stiller), Earwig and the Witch (Goro Miyazaki), My Life as a Courgette (Claude Barras), Ponyo (Hayao Miyazaki), Superman (James Gunn), La Montagne (Thomas Salvador), Balinanın Bilgisi (Önder Şengül) und HisTroy (Ülkü Sönmez).

Darüber hinaus wird es während des gesamten Festivals zahlreiche Podiumsdiskussionen und Gespräche geben.
? Im Podium „Die Reise des Helden“ werden mythologische Heldenarchetypen,
? In der Sitzung „Mythologie und Symbole“ symbolische Erzählungen in der heutigen Kunst,
? Im Podium „Antike Bibliotheken und Philosophie“ die Bildung des kulturellen Gedächtnisses diskutiert.
Workshops zum Drehbuchschreiben und spezielle Veranstaltungen für junge Filmemacher stehen ebenfalls auf dem Programm.
Neues Buch: „Was sagt uns die Mythologie heute?“
Im Rahmen des Festivals wird in diesem Jahr zum ersten Mal ein kollektives Buch mit dem Titel „Was sagt uns die Mythologie heute?“ vorgestellt, das aus einer interdisziplinären Perspektive erstellt wurde. In dem Werk, das die Beziehung des mythologischen Erbes von Anatolien bis Mesopotamien zur heutigen Kultur behandelt, diskutieren Persönlichkeiten wie Prof. Dr. Akın Ersoy, Prof. Dr. Metin Ekici, Özlem Ertan und Rahmi Aydemir die Mythologie durch die Bereiche Archäologie, Literatur, Kino und Volkskultur.
Nachrichtenquelle: 12punto
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