Aus Lokal verwiesen: Erste Stellungnahme von Ozan Güven nach Protesten in Kadıköy
Der Schauspieler Ozan Güven, der in einem Lokal in Kadıköy mit Protesten konfrontiert wurde und das Lokal verlassen musste, hat sich nach den Vorfällen über seinen Social-Media-Account geäußert. Güven erklärte, dass die Reaktionen gegen ihn die Grenzen überschritten hätten und betonte: „Ich erwarte von niemandem, dass er mich bedingungslos liebt oder unterstützt. Ich sage nur: Kritik ist eine Sache, Lynchjustiz eine andere. Eine Reaktion ist eine Sache, einen Menschen zu ignorieren eine andere. Ich bin auch nur ein Mensch!“
Der Schauspieler Ozan Güven, der wegen der Misshandlung seiner ehemaligen Freundin Deniz Bulutsuz verurteilt wurde, war kürzlich zusammen mit Mehmet Aslantuğ in einem Lokal in Kadıköy mit Protesten konfrontiert worden.
Einige Gäste im Lokal skandierten „Täter raus“, woraufhin der Schauspieler das Lokal verließ.
Nachdem er nach dem Vorfall zunächst geschwigt hatte, brach Ozan Güven nun sein Schweigen und veröffentlichte eine schriftliche Erklärung auf seinem Social-Media-Account:
„FÜR MICH WAR ES SEHR, SEHR SCHWER“
„Zunächst muss ich sagen: Ich habe die Gefühle der Menschen, die über mich nachdenken, mich kritisieren, wütend auf mich sind oder reagieren, nie unterschätzt.
Der Vorfall an jenem Abend war für mich sehr, sehr schwer.
Dass ein Mensch im öffentlichen Raum zur Zielscheibe gemacht, gedemütigt, verurteilt und von dort vertrieben wird, ist in jeder Hinsicht eine Grenzüberschreitung.
Seit 6 Jahren wird viel über mich gesagt. Es wurde viel geschrieben, vieles wurde zu Unrecht wiederholt.
Ich habe aus Respekt vor dem rechtlichen Prozess geschwiegen, aber ich werde oft mit denselben konstruierten Aussagen, denselben auswendig gelernten Sätzen und denselben Vorurteilen zur Zielscheibe gemacht.
Aber Schweigen sollte nicht bedeuten, dass die Würde eines Menschen ignoriert wird.“
„KRITIK IST EINE SACHE, LYNCHJUSTIZ EINE ANDERE“
In seiner Erklärung betonte Güven, dass es einen Unterschied zwischen Kritik an seiner Person und Lynchjustiz gebe, und äußerte sich wie folgt:
„Ich erwarte von niemandem, dass er mich bedingungslos liebt oder unterstützt. Ich sage nur: Kritik ist eine Sache, Lynchjustiz eine andere. Eine Reaktion ist eine Sache, einen Menschen zu ignorieren eine andere.
Ich bin auch nur ein Mensch!
Was mich in diesem Lokal am meisten verletzt hat, war, dass in dieser Reaktion der gesunde Menschenverstand, die Distanz und das menschliche Maß verloren gingen und versucht wurde, mich zu provozieren.
Ich sage diese Worte nicht aus Wut, sondern als Appell an den gesunden Menschenverstand. Diese Situation ist für mich nicht mehr akzeptabel.
Ich hoffe, dass wir beim Kritisieren, Wütendsein oder Reagieren nicht vergessen, menschlich zu bleiben.“
AUCH ZUM LOKAL GEÄUSSERT
Im weiteren Verlauf seiner Erklärung äußerte sich Güven auch zu dem Betrieb, in dem sich der Vorfall ereignete:
„Das Lokal, in dem sich der Vorfall ereignete, und die Beteiligten überlasse ich erst der Justiz und dann Gott.
Ich danke allen, die angerufen, gefragt oder geschrieben haben. Ich entschuldige mich bei euch allen, den wunderbaren Menschen meines Landes, dass ich euch mit einer solchen Angelegenheit belästigt habe.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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