Theater-Ikone Behzat Uygur: 'Ticketpreise müssen für jeden erschwinglich sein'
Behzat Uygur, ein Meister des türkischen Theaters, äußerte sich anlässlich des Welttheatertages am 27. März. Uygur gratulierte allen Kulturschaffenden herzlich zu ihrem Tag und betonte: „Die Ticketpreise müssen auf ein Niveau sinken, das für jeden erschwinglich ist.“
12punto.com.tr / Exklusiv
Behzat Uygur, der seit über 40 Jahren auf der Theaterbühne steht und das Publikum begeistert, äußerte seine Gedanken und Gefühle zum „Welttheatertag“.
Uygur, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Erbe seines Vaters Nejat Uygur – der mit seinen Rollen, seinem Humor und seiner aufrichtigen Art einen festen Platz in den Herzen des Publikums eroberte – an kommende Generationen weiterzugeben, sagte: „Ich gratuliere allen Kulturschaffenden, die nicht aus bloßer Laune, sondern aus Liebe zur Kunst auf der Bühne stehen, zu ihrem Tag.“
'ES GIBT KOMMUNALVERWALTUNGEN, DIE 18 TAUSEND TL STRAFE VERHÄNGEN'
Der erfahrene Theatermacher beklagte die hohen Ticketpreise und erklärte: „Wir unternehmen große Anstrengungen, um die Theaterpreise nicht in die Höhe zu treiben. Wir stehen im Dialog mit Organisationen und Ticketanbietern. Wir beziehen auch die Kommunalverwaltungen mit ein. Es gibt Kommunen, die darauf reagieren. Es gibt jedoch auch Kommunalverwaltungen, die für ein von uns aufgehängtes Plakat eine Strafe von 18.000 TL verhängen.
Aktuell versuchen wir, die Ticketpreise zwischen 400 und 450 TL zu halten. Die Ticketpreise müssen auf ein Niveau sinken, das für jeden erschwinglich ist“, so seine Worte.
'ALLES, WAS VERBOTEN WIRD, GEWINNT AN ANSEHEN'
Uygur betonte, dass Zensur auf Theaterbühnen kaum wirksam sei: „Zensur funktioniert im Theater nicht. Es gibt viele Möglichkeiten, sich auf der Bühne auszudrücken. Ein Theaterschaffender vermittelt dem Publikum, was er möchte, auf die Art, wie er es möchte. Zudem sollte man nicht vergessen: Alles, was verboten wird, gewinnt nur noch mehr an Ansehen“, sagte er.
ÜBER DEN WELTTHEATERTAG
Der Welttheatertag wurde 1961 vom Internationalen Theaterinstitut (ITI) ins Leben gerufen.
Er wird jedes Jahr am 27. März von ITI-Zentren und Theatergruppen weltweit gefeiert.
Zahlreiche nationale und internationale Veranstaltungen sind Teil der Feierlichkeiten. Eine der bedeutendsten Aktivitäten ist die Verlesung einer universellen Botschaft, die von einem weltweit anerkannten Theaterschauspieler, Regisseur oder Autor verfasst wurde.
Die erste Botschaft wurde 1962 von Jean Cocteau (Frankreich) verfasst.
Nachrichtenquelle: 12punto
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