Neue Entwicklung bei der internen Korruptionsaffäre bei CNN Türk: Dokumente veröffentlicht
Es wurden neue Dokumente zu den Vorwürfen der internen Korruption bei CNN Türk, das zur Demirören Medya gehört und bereits im vergangenen Juni für öffentliches Aufsehen sorgte, zugänglich gemacht.
Den Vorwürfen zufolge sollen hochrangige Führungskräfte von CNN Türk den Sender über den Programmdienst mittels Scheinfirmen betrogen haben.
Laut den im vergangenen Juni aufgekommenen Vorwürfen hat das Einzelunternehmen ERA Yapım Medya ve Prodüksiyon, das vor einem Jahr von Fikriye Eylül Korkmaz, der jungen Nichte der Leiterin des CNN Türk-Programmdienstes Yasemin Tüzemen, mit einem Kapital von 80 Tausend TL gegründet wurde, allein durch Bürgermeister, die bei CNN Türk auftraten, Einnahmen in Höhe von 6 Millionen Lira erzielt. Nur ein kleiner Teil dieser Einnahmen des Unternehmens wurde an CNN Türk weitergeleitet.
Der damalige Präsident der Demirören Medya TV-Gruppe, Murat Yancı, wies die Vorwürfe zurück und erklärte, es handele sich um eine systematische Verleumdungskampagne; er habe Klage gegen die Urheber der Vorwürfe eingereicht.
FÜR GESPONSERTE AUFTRÄGE ARBEITETEN SIE MIT ERA YAPIM ZUSAMMEN
Den neu gewonnenen Informationen zufolge trafen der Präsident der Demirören Medya TV-Gruppe, Murat Yancı, und die Leiterin des CNN Türk-Programmdienstes, Yasemin Tüzemen, die Entscheidung, für gesponserte Verkaufsaufträge mit ERA Yapım zusammenzuarbeiten.
Unter den Dokumenten, die Odatv vorliegen, ist ersichtlich, dass Murat Yancı ERA Yapım für Live-Übertragungen, Sendungen und ähnliche Formate bei CNN Türk autorisiert hat, was im Zentrum der Vorwürfe steht.
Das Dokument zu dem besagten Vorwurf...

GELDER FLOSSEN NICHT AN CNN, SONDERN AN ERA YAPIM
Demirören Medya wurde bei der Live-Übertragung einer von einer Gemeinde organisierten Veranstaltung um etwa 600 Tausend Lira betrogen.
Es wurde bekannt, dass die Gelder, die für die Auftritte zahlreicher Bürgermeister bei CNN Türk an den Sender hätten gezahlt werden müssen, nicht an CNN Türk flossen, sondern an das Unternehmen ERA Yapım.
Ein weiterer Vorfall betrifft den Auftritt eines Bürgermeisters in der Prime-Time bei CNN Türk... Bei einer Zahlung von etwa 3 Millionen Lira, die die Gemeinde für vier Abendauftritte im Laufe des Jahres mit dem Sender vereinbart hatte, wurde ein ähnliches Spiel getrieben.
INSGESAMT 15 BIS 25 MILLIONEN LIRA
Ein weiteres Dokument zeigt, dass selbst für die Sendung „Memleketim“, eine Eigenproduktion von CNN Türk, bei der der Bürgermeister per Skype zugeschaltet wurde, Rechnungen ausgestellt und Gelder gezahlt wurden, indem man es als externe Produktion ausgab.

Den Vorwürfen zufolge wird der dem Sender entstandene Schaden auf etwa 15 bis 25 Millionen Lira geschätzt.
Andererseits wurde in einem zuvor bei Medyaradar veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Wie hat Demirören das 'Bereicherungssystem' bei CNN Türk übersehen? Die Nachricht, die Murat Yancı nicht sehen wollte...“ über den Rücktritt von zwei hochrangigen Führungskräften aus dem CNN Türk-Programmdienst berichtet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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