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Appell an Transparenz bei Medienkapital von Nazmi Bilgin, Präsident der Journalistenvereinigung: „Wir beobachten dies mit Sorge“

Der Präsident der Journalistenvereinigung (Gazeteciler Cemiyeti), Nazmi Bilgin, äußerte sich zu den Eigentümerwechseln und Verkäufen im Mediensektor und erklärte: „Wir beobachten mit Sorge, dass einige Mediengruppen in den letzten Tagen auf eine Weise den Besitzer gewechselt haben, die in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgt.“ Bilgin forderte volle Transparenz beim Medienkapital und betonte: „Als Journalisten, die an unseren Beruf und seine demokratische öffentliche Bedeutung glauben, fordern wir volle Transparenz bei Kapitalbewegungen im Mediensektor. Wir wollen nicht zulassen, dass auch nur ein einziger nicht erklärbarer Cent oder irgendein Vermögenswert, der den geringsten Schatten auf seine Beziehungen wirft, unseren Beruf kontaminiert.“

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Appell an Transparenz bei Medienkapital von Nazmi Bilgin, Präsident der Journalistenvereinigung: „Wir beobachten dies mit Sorge“

Der Präsident der Journalistenvereinigung, Nazmi Bilgin, hat eine schriftliche Erklärung zu den Eigentümerwechseln, Verkäufen und Neugründungen in den Medien abgegeben.

„Wir beobachten mit Sorge, dass einige Mediengruppen in den letzten Tagen auf eine Weise den Besitzer gewechselt haben, die in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgt“, sagte Bilgin und betonte, dass die Struktur des Medienkapitals in der Türkei weiterhin in Grauzonen verbleibe und fernab von Transparenz agiere, was sowohl dem Journalismus als auch der Demokratie schade. Er forderte volle Transparenz für die finanziellen Beziehungen in der Presse.

In seiner schriftlichen Erklärung erinnerte Bilgin daran, dass in den letzten anderthalb Monaten einige Organisationen den Besitzer gewechselt hätten und neue Medienunternehmen in den Sektor eingetreten seien. Bilgin wies darauf hin, dass einige Kapitalbewegungen in der Öffentlichkeit zu Diskussionen geführt hätten, und betonte, dass die Strukturen, die über die finanzielle Macht verfügen, Presseorganisationen zu tragen, transparent und überprüfbar sein müssten.

Die Erklärung des Präsidenten der Journalistenvereinigung, Bilgin, lautet wie folgt:

„Wir beobachten mit Sorge, dass einige Mediengruppen in den letzten Tagen auf eine Weise den Besitzer gewechselt haben, die in der Öffentlichkeit für Diskussionen sorgt. Medienorgane sollten mit Kapitalquellen verwaltet werden, bei denen es keine Fragezeichen oder Zweifel gibt.

Presse- und Rundfunkorganisationen sind keine gewöhnlichen Wirtschaftsunternehmen. Damit sich die Demokratie entwickeln kann und die Öffentlichkeit sowie die Wähler ihre eigene freie Meinung bilden und fundierte Entscheidungen treffen können, müssen die Medien so weit wie möglich von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen ferngehalten werden. Unser Beruf erfordert von Natur aus Kapitalinhaber, die ihre Geschäfte ohne Rücksicht auf Interessen oder Vorteile gegenüber dem öffentlichen Interesse führen, um eine unabhängige und prinzipientreue journalistische Tätigkeit zu gewährleisten. Doch leider bleibt das Medienkapital in schwachen Demokratien immer in einer Grauzone, agiert hinter den Kulissen mit der Politik und operiert im Einflussbereich verschiedener Machtinhaber. In demokratischen Ländern hingegen sind Medienkapitalstrukturen transparent, rechenschaftspflichtig und stehen unter der Kontrolle der Öffentlichkeit. Dies ist aufgrund der öffentlichen Bedeutung der Medien so und für die Demokratie unerlässlich.

Auch wenn die Kapitalveränderungen in unseren heutigen Medien und der Eintritt neuer Kapitalgruppen in den Sektor aufgrund der Beschäftigungsmöglichkeiten kurzfristig positiv erscheinen mögen, stellt das Fehlen von Transparenz und Kontrollierbarkeit der Kapitalstrukturen ein äußerst negatives Bild für den Journalismus unseres Landes dar. Wir wissen, dass die neuen Schritte und Entwicklungen im Sektor mit den Wahlprozessen zusammenhängen, und sind daher besorgt.

Die Gewährleistung voller finanzieller Transparenz in den Medien ist ein Erfordernis der Demokratie. Als Journalisten, die an unseren Beruf und seine demokratische öffentliche Bedeutung glauben, fordern wir volle Transparenz bei Kapitalbewegungen im Mediensektor. Wir wollen nicht zulassen, dass auch nur ein einziger nicht erklärbarer Cent oder irgendein Vermögenswert, der den geringsten Schatten auf seine Beziehungen wirft, unseren Beruf kontaminiert.

Wir fordern, dass die Kapitalstrukturen von neu gegründeten oder den Besitzer gewechselten Fernsehsendern, Zeitungen, Internetseiten und anderen Medienorganen überprüfbar sind. Wir fordern, dass die Finanzbewegungen im Pressebereich transparent sind und dass die unrechtmäßige und rechtswidrige Übertragung öffentlicher Ressourcen an bestimmte Mediengruppen untersucht werden kann.“


Nachrichtenquelle: 12punto

Journalistenverband Nazmi Bilgin