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Gott kann seine Freunde nicht erkennen!

Gott kann seine Freunde nicht erkennen!

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Gott kann seine Freunde nicht erkennen!

Was haben die „Freunde Gottes“ laut ihren Anhängern nicht alles vollbracht? Wir nennen sie Scheichs, manche bezeichnen sie andernorts auch als Gavs oder Qutb. Sie sprachen mit Tieren, konnten an mehreren Orten gleichzeitig sein und Entfernungen mit Lichtgeschwindigkeit überwinden. Mehr noch: Sie unterhielten sich mit den Toten und erweckten sie sogar zum Leben; Legenden zufolge gab es sogar solche, die behaupteten, direkt mit Gott gesprochen zu haben. Kurz gesagt, nach Ansicht der Gläubigen besaßen sie übermenschliche Fähigkeiten, und genau deshalb verliehen ihnen ihre Anhänger den Rang der „Freundschaft“ im göttlichen Kontingent.

Doch ein Ereignis, das wir derzeit erleben, sorgt für ein wenig Verwirrung. Ich spreche hier nicht von Außenstehenden, sondern von jenen, die das Geschehen von innen betrachten, von denjenigen, die sich um den Kreis scharen. Für diejenigen, die von außen auf die Sekten blicken, ist die Situation ohnehin klar genug.

Kommen wir zum Thema unseres Artikels: Die Vorfälle in den Gemeinden Menzil und İsmailağa, die aus der Tradition des Nakşibendi-Ordens stammen, scheinen einen Schatten auf die Frage der Freundschaft geworfen zu haben. Die Spaltungen zwischen den Scheichs oder Anführern brachten auch Fragen darüber mit sich, woran und wie sich die Anhänger binden sollen. Die Menzil-Gemeinde hat sich in drei Teile gespalten. In der İsmailağa-Gemeinde wiederum erklärten Cübbeli Ahmet und eine Gruppe um ihn herum, dass sie einem anderen Namen die Treue hielten. Es schien, als sei der Marktplatz der Sekten – wenn schon nicht der Basar – in Aufruhr.

Was sollte nun geschehen?

Wenn eine der Personen, der man die Treue hält, aus dem Kreis der „Freunde Gottes“ stammt, was ist dann mit dem anderen Anspruchsberechtigten? Hat er, obwohl er es nicht verdient hat, quasi nach diesem Rang geschielt, oder hat jemand versucht, den anderen Freund Gottes auszustreichen, um ihm diesen Titel zu verleihen? Da es unmöglich ist, dass zwei Personen gleichzeitig denselben Rang innehaben, muss einer der oben genannten Fälle eingetreten sein. Denn genau das waren die impliziten Vorwürfe, die auch in den Streitigkeiten zwischen den Anhängern der Scheichs geäußert wurden.

Ein weiterer Aspekt der Angelegenheit betraf die Wahl des neu ernannten Kalifen bzw. Anführers. Einige Namen, die den Umständen widersprachen, erklärten, dass Dynamiken wie der Schura-Rat oder Konsultationen bei der Wahl nicht berücksichtigt worden seien, und behaupteten, die vorgenommene Ernennung oder Wahl sei nicht korrekt. Als ich diese Situation auf meinem Social-Media-Account darlegte, schaltete sich Nuri Osman Yılmaz mit folgenden Worten kraftvoll in die Diskussion ein: „Wählt Gott seine Freunde nicht selbst aus? Wählt man etwa einen Freund Gottes auf demokratischem Wege?“ Was sollen wir dazu sagen? „Gottes Demokratie“? Vielleicht ist es ja so!..

Wie dem auch sei; diese Diskussionen könnten noch viel Wasser den Bach hinunterfließen lassen, aber eine Anmerkung muss ich noch hinzufügen: Diejenigen, die heute von Kompetenz, Eignung, Schura und Beratung sprechen, haben die Geschichte nie so betrachtet. Von der Frühzeit an haben sie die Kämpfe und Machtkonflikte, die sich auf islamischem Boden abspielten, stets vertuscht und verborgen. Mehr noch: Sie beschuldigten diejenigen, die versuchten, die Geschichte in ihrer ganzen Schlichtheit darzulegen, der „Fitna“ (Zwietracht) und bezichtigten sie, die Muslime gegeneinander aufzuhetzen. Was sollen wir sagen? Diese Etiketten, die sie so gerne verteilen, scheinen nun an ihnen selbst zu haften. Möge Gott uns nicht in die Irre führen!

Übrigens werde ich von nun an mit meinen Beiträgen zu aktuellen Themen und zur Geschichte auf den Seiten von 12punto vertreten sein. Mein Ziel ist es, die sowohl aktuellen als auch historischen Spuren der Realität zu verfolgen, die vom Menschen zum Leben und von dort zur Religion und zum Heiligen führen. Was soll ich sagen: Schön, hier zu sein.


Nachrichtenquelle: 12punto

Naqshbandi Menzil İsmailağa-Gemeinde Nuri Osman Yılmaz