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CHP-Chef Özgür Özel kritisiert Regierung wegen TÜSİAD-Ermittlungen: Was ist daran ungerecht?

CHP-Vorsitzender Özgür Özel äußerte sich zu den Ermittlungen gegen den Vorsitzenden des TÜSİAD-Hochrates. Özel betonte: „Das sagt nicht nur TÜSİAD, das sagt jeder.“ Er erklärte, dass das Rechtssystem in der Türkei Investoren abschrecke und die Geschäftswelt keine Kredite aus dem Ausland beschaffen könne.

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CHP-Chef Özgür Özel kritisiert Regierung wegen TÜSİAD-Ermittlungen: Was ist daran ungerecht?

Der CHP-Vorsitzende Özgür Özel äußerte sich zu den Ermittlungen, die gegen den Vorsitzenden des TÜSİAD-Hochrates (YİK), Mehmet Ömer Arif Aras, eingeleitet wurden. Özel betonte, dass rechtswidrige Praktiken in der Türkei das Vertrauen der Investoren erschütterten, und sprach die Schwierigkeiten an, mit denen die Geschäftswelt konfrontiert ist.

Die Erklärungen des CHP-Chefs Özel lauten wie folgt:

- Diese Kritik äußert nicht nur TÜSİAD, das sagt jeder. Und was von dem, was der TÜSİAD-Vorsitzende als Realität bezeichnet hat, ist in der Türkei nicht tatsächlich geschehen?

- Werden in anderen Ländern solche Ermittlungen eingeleitet?

- Wegen eurer rechtswidrigen Praktiken können diese Leute keine Kredite aus dem Ausland beschaffen.

ANTWORT AN ERDOĞAN ZUR VORGEZOGENEN WAHL

Özel gab auch eine Antwort auf Erdoğans Äußerungen zu vorgezogenen Wahlen:

- Erdoğan, der nicht auf die Straße geht, sollte dies die Rentner und Mindestlohnempfänger fragen. In den Umfragen wächst die Forderung nach vorgezogenen Wahlen von Tag zu Tag.

GRÜNES LICHT FÜR BÜNDNISSE

- Wir haben bei der letzten Wahl einen Fehler gemacht, als wir den Kandidaten zu spät bestimmt haben.

- Wenn ein Bündnis nötig ist, wird dies definitiv in Betracht gezogen.

- Der Prozess hier besteht darin, dass die CHP ihren eigenen Kandidaten bestimmt.

GENERALSTAATSANWALTSCHAFT LEITET ERMITTLUNGEN EIN

Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft hat gegen den Vorsitzenden des TÜSİAD-Hochrates (Türkischer Verband der Industriellen und Unternehmer), Mehmet Ömer Arif Aras, Ermittlungen eingeleitet. Grund dafür sind seine Äußerungen zu bestimmten Ermittlungs- und Strafverfahren während seiner Rede auf der gestrigen Generalversammlung des Verbandes. Ihm werden „Versuch der Beeinflussung eines fairen Verfahrens“ und „öffentliche Verbreitung unwahrer Informationen“ vorgeworfen.

WAS WAR PASSIERT?

Die Reden auf der gestrigen (13. Februar) Generalversammlung des Türkischen Verbandes der Industriellen und Unternehmer (TÜSİAD) hatten für Aufsehen gesorgt.

TÜSİAD-Präsident Orhan Turan kritisierte die Wirtschaftsführung und erklärte, dass der Kampf gegen die Inflation beschleunigt werden müsse. Turan betonte die Rechtsstaatlichkeit: „Wenn das Vertrauen in das Recht schwindet, breiten sich Unsicherheit, Unklarheit und Instabilität überall aus. Es entsteht ein systemisches Risiko. Auch wenn man den Tag retten kann, ist das Morgen in Gefahr.“

In der Präsentation von TÜSİAD mit dem Titel „Außergewöhnliche Ereignisse im politischen Leben“ machte auch der Vorsitzende des TÜSİAD-Hochrates, Ömer Aras, bemerkenswerte Aussagen. Aras erwähnte in seiner Rede die Verhaftung des Vorsitzenden der Zafer-Partei, Ümit Özdağ, die Einleitung von Ermittlungen gegen den Istanbuler Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu, die Verhaftung der Managerin Ayşe Barım im Zusammenhang mit den Gezi-Park-Protesten aufgrund von Vorwürfen der „Monopolbildung“, die Verhaftung des Chefredakteurs von HALK TV, Suat Toktaş, sowie die aus der Armee entlassenen jungen Leutnants.

Diese Worte der TÜSİAD-Führung stießen auf Kritik aus dem Regierungslager. Regierungsnahe Medien zielten in ihren heutigen Schlagzeilen auf TÜSİAD ab.


Nachrichtenquelle: 12punto

CHP-Vorsitzender Özgür Özel TÜSİAD