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Erdoğan fordert EU-Spitzen zu Beitrittsprozess auf: Mechanismen müssen zügig aktiviert werden

Präsident Erdoğan traf am Rande des NATO-Gipfels mit Costa und von der Leyen zusammen und forderte eine Wiederbelebung des EU-Beitrittsprozesses der Türkei.

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Erdoğan fordert EU-Spitzen zu Beitrittsprozess auf: Mechanismen müssen zügig aktiviert werden

Präsident Recep Tayyip Erdoğan empfing im Rahmen des NATO-Gipfels den Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa, und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.

Bei dem Treffen am Rande des Gipfels in Ankara wurden neben den Beziehungen zwischen der Türkei und der EU auch der Ukraine-Russland-Krieg, die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Angriffe Israels in der Region, insbesondere im Gazastreifen und im Libanon, erörtert.

Nach Angaben des Kommunikationsdirektorats des türkischen Präsidialamtes äußerte Erdoğan seine Zufriedenheit über die in jüngster Zeit auf allen Ebenen intensivierten Kontakte. Erdoğan betonte, dass die grundlegende Erwartung der Türkei die Wiederbelebung des EU-Beitrittsprozesses sei.

Es wurde mitgeteilt, dass Erdoğan in diesem Zusammenhang erklärte, die entsprechenden Mechanismen müssten zügig aktiviert und die notwendigen Treffen so bald wie möglich eingeleitet werden.

ZOLLUNION UND SICHERHEITSBOTSCHAFT

Erdoğan wies bei dem Gespräch darauf hin, dass die Türkei seit vielen Jahren ein EU-Beitrittskandidat und Mitglied der Zollunion sei, und erklärte, dass die Türkei durch die unternommenen Schritte zu einem der wichtigsten Produktionszentren Europas geworden sei.

Erdoğan betonte, dass die integrierte Wirtschaftsstruktur zwischen der Türkei und der EU zur globalen Wettbewerbsfähigkeit Europas beitrage, und äußerte, dass es eine natürliche Erwartung sei, dass die Türkei auch bei den neuen Regelungen, die die EU im Bereich Handel und Investitionen plane, einbezogen werde.

Bei dem Treffen, bei dem auch Verteidigungs- und Sicherheitsthemen zur Sprache kamen, merkte Erdoğan an, dass die Türkei ihre strategischen Initiativen fortsetze, um zur europäischen Sicherheit beizutragen. Erdoğan erklärte, dass man in diesem Prozess von den Verbündeten Schritte erwarte, die dem NATO-Recht entsprächen.

Der EU-Beitrittsprozess der Türkei stagniert seit langem faktisch. In einer kürzlich vom Plenum des Europäischen Parlaments verabschiedeten Entschließung wurde bewertet, dass die Türkei die notwendigen demokratischen Reformen nicht umgesetzt habe und der Beitrittsprozess daher zum Stillstand gekommen sei.

Der betreffende Entschließungsentwurf wurde im Plenum mit 381 Ja-Stimmen bei 107 Nein-Stimmen und 171 Enthaltungen angenommen.


Nachrichtenquelle: 12punto

Recep Tayyip Erdoğan Europäische Union Antonio Costa Ursula von der Leyen NATO-Gipfel Türkei-EU-Beziehungen Zollunion