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Geständnis eines AKP-Mitglieds zum 'Präsidialsystem': 'Das hat der Türkei nicht genützt'

Hüseyin Çelik, einer der Gründer der AKP und ehemaliger Bildungsminister, kritisierte das Präsidialsystem sowie das Gerichtsverfahren gegen Ekrem İmamoğlu scharf. Çelik erklärte: „Das Verfahren geht der Sache vor. Dass er morgens durch eine Hausdurchsuchung festgenommen wurde, ist inakzeptabel.“

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Geständnis eines AKP-Mitglieds zum 'Präsidialsystem': 'Das hat der Türkei nicht genützt'

Hüseyin Çelik, einer der Gründer der AKP und ehemaliger Bildungsminister, kritisierte das Präsidiale Regierungssystem und erklärte, dass die Türkei durch dieses System Schaden genommen habe. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ANKA sagte Çelik: „Dieses Präsidialsystem türkischer Art hat der Türkei nicht genützt. Eine Struktur, in der alle Befugnisse in einer Hand konzentriert sind, ist keine demokratische Struktur.“

Çelik fügte hinzu: „Die Türkei muss unbedingt zu einem parlamentarischen System zurückkehren, dessen Mängel behoben wurden.“

Geständnis eines AKP-Mitglieds zum 'Präsidialsystem': 'Das hat der Türkei nicht genützt'

„WIRTSCHAFTLICHE SCHWIERIGKEITEN TREFFEN DIE BEVÖLKERUNG TIEF“

Neben der Verschlechterung des Rechts- und Justizsystems wies Çelik auch auf wirtschaftliche Probleme hin. Er betonte, dass das Hauptproblem der Menschen in der Türkei die Wirtschaft sei und sagte: „Die Menschen befinden sich aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten bereits in einer sehr schwierigen Lage. Jeder ist sich bewusst, dass es der Wirtschaft schlecht geht.“

Geständnis eines AKP-Mitglieds zum 'Präsidialsystem': 'Das hat der Türkei nicht genützt'

KRITIK AN DER NEUEN VERFASSUNG

Bezüglich der Diskussionen um eine neue Verfassung äußerte sich Çelik wie folgt: „Ich bin nicht gegen die Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Aber es sollte eine Verfassung geschaffen werden, die die Probleme löst, die wir heute erleben. Andernfalls, wenn diese Verfassung nur dazu dient, mehr Befugnisse und Macht zu erlangen, wird sie in der Öffentlichkeit keine Akzeptanz finden.“

Çelik sagte: „Befugnisse und Macht sind gut, müssen aber kontrolliert werden. Wenn Sie dem Volk sagen: ‚Lassen Sie uns eine neue Verfassung machen, aber sie soll uns mehr Macht geben‘, dann werden die Menschen sich dagegen wehren.“

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„DAS VERFAHREN IST VON ANFANG AN FALSCH“

Hüseyin Çelik äußerte sich auch zu dem inhaftierten Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu: „Ich habe die Akte nicht geprüft, ich bin weder Richter noch Staatsanwalt, aber ich halte das Verfahren für nicht korrekt.“

Çelik reagierte auf die Vorgehensweise mit den Worten: „Dass man ihn im Morgengrauen mit Hunderten von Polizisten durch eine Hausdurchsuchung abholt, ist absolut nicht richtig. Das Verfahren geht manchmal dem Wesen voraus. Das Verfahren ist bereits falsch.“

Geständnis eines AKP-Mitglieds zum 'Präsidialsystem': 'Das hat der Türkei nicht genützt'

Hüseyin Çelik wies darauf hin, dass hinter dem Prozess gegen İmamoğlu politische Kalküle stünden: „Die Wahrnehmung der Öffentlichkeit ist heute folgende: Wenn Ekrem İmamoğlu brav sein Bürgermeisteramt ausgeübt hätte und nicht nach der Präsidentschaftskandidatur gestrebt hätte, wären weder die Diplomfrage auf die Tagesordnung gekommen, noch wäre all das passiert.“

Geständnis eines AKP-Mitglieds zum 'Präsidialsystem': 'Das hat der Türkei nicht genützt'

REAKTION AUF DIE DIPLOMFRAGE

Zur Entscheidung über die Annullierung von İmamoğlus Diplom sagte Çelik: „Das ist eine noch gravierendere Situation. Der Dekan der betriebswirtschaftlichen Fakultät hat meiner Meinung nach eine würdevolle Haltung gezeigt. Doch als man kein Ergebnis erzielte, wurde der Universitätsvorstand eingeschaltet und diese Entscheidung getroffen. Diese Entscheidung ist eine Schande, so etwas darf es nicht geben.“

Geständnis eines AKP-Mitglieds zum 'Präsidialsystem': 'Das hat der Türkei nicht genützt'

Çelik fügte hinzu: „Wenn es bei der Bewerbung von Ekrem İmamoğlu einen Fehler gab, dann ist das der Fehler der Universitätsverwaltung. Derjenige, der die Registrierung vorgenommen hat, ist verantwortlich. Wessen Fehler ist es, einen Studenten einzuschreiben, der die Voraussetzungen nicht erfüllt? Der desjenigen, der die Registrierung vorgenommen hat. Deshalb, egal aus welcher Perspektive man es betrachtet, muss die Türkei diese Agenda hinter sich lassen und der Verstand muss wieder Einzug halten.“


Nachrichtenquelle : 12punto

Hüseyin Çelik Präsidialsystem