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Nach Bahçelis Vorstoß: Brisante Behauptung zu Erdoğans Wahlkalkül – Plan der Regierung zur Opposition enthüllt

Die Debatten über eine mögliche Änderung des Präsidialregierungssystems sind nach den Äußerungen des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli zum Wahlsystem neu entbrannt. Der Soziologe Semih Turan argumentiert, dass der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan im aktuellen politischen Umfeld möglicherweise nicht in der Lage sein könnte, die 50+1-Prozent-Hürde zu nehmen. Er vermutet, dass die Regierung ab dem Herbst eine Systemrevision und eine umfassende Verfassungsänderung auf die Tagesordnung setzen könnte.

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Nach Bahçelis Vorstoß: Brisante Behauptung zu Erdoğans Wahlkalkül – Plan der Regierung zur Opposition enthüllt

Die Behauptungen über eine mögliche Änderung des Präsidialregierungssystems bleiben ein zentrales Thema auf der politischen Agenda. Nach dem Vorstoß des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli zum Wahlsystem steht die für die Wahl zum Präsidenten erforderliche 50+1-Prozent-Hürde im Mittelpunkt der Diskussionen.

Der Soziologe Semih Turan vertrat die Ansicht, dass der AKP-Vorsitzende und Präsident Recep Tayyip Erdoğan im aktuellen politischen Umfeld möglicherweise keine Wahl unter der 50+1-Bedingung anstreben wolle. Laut Turan könnte die Regierung in der kommenden Zeit eine Systemrevision oder das Streben nach einer umfassenderen Verfassungsänderung auf die Tagesordnung setzen.

Turan erklärte, er weise bereits seit etwa zwei Jahren darauf hin, dass es schwierig geworden sei, mit dem bestehenden System in eine neue Wahl zu gehen. Den Beitritt der Juristin Serap Yazıcı Özbudun, die an den Arbeiten für ein gestärktes parlamentarisches System während der Zeit des „Sechsertisches“ beteiligt war, zur AKP bewertete er in Bezug auf diese Diskussionen als bemerkenswerte Entwicklung.

Turan äußerte die Einschätzung: "Im bestehenden System ist die Präsidentschaftskandidatur ein weitaus wichtigerer Parameter als die Sitzverteilung im Parlament. Wer der Kandidat der Opposition sein wird, ist natürlich wichtig, aber das eigentliche Problem ist, dass Erdoğan nicht mehr das Potenzial zugeschrieben wird, 50+1 Prozent der Stimmen zu erhalten. Ich denke, dass die Volksallianz dieses Bild auch in den von ihr in Auftrag gegebenen Umfragen sieht."

Turan führte aus, dass eine mögliche Änderung nicht zwingend identisch mit dem Modell des gestärkten parlamentarischen Systems sein müsse, das die Opposition in der Vergangenheit vorbereitet habe; vielmehr könnten einige Elemente der bestehenden Struktur revidiert und in ein anderes Modell umgewandelt werden.

MÖGLICHER VERFASSUNGSAUFRUF AN DIE OPPOSITION

Nach Turans Einschätzung könnte die Regierung versuchen, das Thema Systemänderung über die Debatte einer „Rückkehr zum parlamentarischen System“ auf die Agenda der Opposition zu bringen. Auf diesem Weg könne die für eine Verfassungsänderung benötigte politische Unterstützung gesucht werden, so Turan, der betonte, dass der Übergang zum parlamentarischen System nicht durch eine Regelung mit nur einem Artikel möglich sei, sondern eine umfassende Arbeit erfordere.

Turan, der argumentiert, dass ein bedeutender Teil der Wählerschaft in Meinungsumfragen eine Rückkehr zum parlamentarischen System zu befürworten scheine, sagte, dass sich die Kritik am Präsidialregierungssystem nicht nur auf die Frage der Repräsentation beschränke. Laut Turan beeinflussen auch Probleme in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheit, Bildung und Recht die Sichtweise der Wähler auf die Systemdebatten.

Turan äußerte: "Wenn die Regierung sagt: 'Lasst uns über das parlamentarische System sprechen', denkt sie möglicherweise, dass die Opposition dazu nicht Nein sagen wird. Es ist zu sehen, dass in diese Richtung einige Schritte unternommen werden. Ich denke, dass die Diskussionen über eine Systemrevision und das parlamentarische System nach dem Herbst deutlich häufiger auf die Tagesordnung kommen werden."


Nachrichtenquelle: 12punto

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