Regierungspartner nennt Datum für Präsidentschaftswahl: 2 Optionen für Erdoğans Kandidatur!
Der Vorsitzende der BBP, Mustafa Destici, bewertete die notwendigen Schritte für eine erneute Präsidentschaftskandidatur von Recep Tayyip Erdoğan sowie den möglichen Wahlkalender und schloss vorgezogene Neuwahlen aus.
ANKARA – Mustafa Destici, Vorsitzender der Büyük Birlik Partisi (BBP) und einer der wichtigen Partner der Volksallianz (Cumhur İttifakı), beantwortete bei einem Iftar-Essen in der Hauptstadt die Fragen von Journalisten. Die Erklärungen von Mustafa Destici enthielten wichtige Hinweise sowohl zum Prozess eines „terrorfreien Türkeis“ als auch zum möglichen Wahltermin und zu Bündnisprozessen.
ZWEI OPTIONEN FÜR ERDOĞANS ERNEUTE KANDIDATUR
Mustafa Destici fasste die aktuelle rechtliche Grundlage und mögliche Szenarien für eine erneute Kandidatur von Präsident Recep Tayyip Erdoğan wie folgt zusammen: Er erklärte, dass das Parlament entweder eine Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen treffen oder eine Verfassungsänderung vorgenommen werden müsse. Destici sagte: „Wir möchten, dass unser Herr Präsident erneut kandidiert, und wir erwarten einen Prozess, der den Weg dafür ebnet. Ich glaube jedoch nicht, dass eine Verfassungsänderung einfach ist. Wenn das Parlament eine Entscheidung für vorgezogene Neuwahlen trifft, kann unser Präsident kandidieren. Der Wahlkalender richtet sich dann nach der Entscheidung des Parlaments.“
Destici erklärte, dass Wahlen im Jahr 2026 nicht erwartet würden, und äußerte sich zu einem möglichen Wahlkalender wie folgt: „Meiner Meinung nach finden die Wahlen Ende 2027 oder Anfang 2028 statt. Es ist sogar möglich, dass die Wahlentscheidung im Februar 2028 getroffen wird; der reguläre Termin ist Ende Mai 2028.“
„VORGEZOGENE NEUWAHLEN SIND NICHT ERFORDERLICH“
Auf Fragen zu vorgezogenen Neuwahlen antwortete der BBP-Chef klar: „Nein, wir halten vorgezogene Neuwahlen nicht für angemessen.“
„WIR VERTEIDIGEN DIE RECHTE DER RENTNER“
Destici sprach auch über Wirtschafts- und Sozialpolitik und berichtete über die Kommunikation innerhalb der Volksallianz. Der Parteivorsitzende erklärte, dass die Gespräche mit dem Minister für Schatz und Finanzen andauerten, und sagte: „Es gibt berechtigte Forderungen der Rentner. Wir sind nicht nur eine Wahlpartei; aufgrund unserer Mission äußern wir uns direkt und klar zu den Missständen, die wir sehen.“
Destici betonte, dass die AK-Partei konstruktiv auf diese Kritik reagiere, und erklärte, dass sie als Partei weiterhin die Wahrheit sagen würden.
ZIEL VON 2 MILLIONEN STIMMEN
In der Wahlstrategie der BBP wächst das Ziel. Destici erinnerte daran, dass sie bei den letzten Wahlen 550.000 Stimmen erhalten hätten, und erklärte: „Das Mindestziel unserer Partei sind 2 Millionen Stimmen. In den durchgeführten Meinungsumfragen liegen wir derzeit bei über 3 Prozent.“ Er betonte, dass sie weiterhin Teil der Volksallianz bleiben würden, hob jedoch hervor, dass die Suche nach anderen Bündnissen in der Politik natürlich sei.
KRITISIERTE HÄUFIG DEN PROZESS EINES 'TERRORFREIEN TÜRKEIS'
Mustafa Destici ist auch für seine Kritik am Prozess der Terrorbekämpfung in der Vergangenheit und in jüngster Zeit bekannt. Destici, der argumentiert, dass der Prozess beendet werden müsse, und seine Position mit den Worten „Ich sehe, dass unser Volk Terrorbekämpfung will, keine Verhandlungen“ zusammenfasste, unterstrich, dass sie für Verhandlungen oder die Suche nach einem anderen Status nicht offen seien.
Destici reagierte auch scharf auf die „Status“-Diskussion des MHP-Vorsitzenden Devlet Bahçeli bezüglich des PKK-Führers Abdullah Öcalan und äußerte: „Der Status von Abdullah Öcalan ist folgender: Öcalan ist ein Terrorist, der mit Unterstützung von Geheimdiensten, die die Türkei spalten wollen, für über 40.000 Morde verantwortlich ist.“
Der Vorstoß des BBP-Chefs wird in der kommenden Zeit im Hinblick auf die Volksallianz und die politische Agenda weiterhin aufmerksam verfolgt werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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