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Tülay Hatimoğulları sprach bei der Fraktionssitzung: 'Für den Friedensprozess müssen klare Schritte unternommen und die Sprache der Drohungen aufgegeben werden'

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, richtete in ihrer Rede bei der Fraktionssitzung im Parlament wichtige Appelle an die Regierung und die Opposition. Hatimoğulları wies auf die Unsicherheiten im Friedensprozess hin, betonte die Erwartung neuer Schritte zur Stärkung des gesellschaftlichen Friedens und forderte alle Parteien, insbesondere die Führung der MHP, dazu auf, die Sprache der Drohungen zu beenden.

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Tülay Hatimoğulları sprach bei der Fraktionssitzung: 'Für den Friedensprozess müssen klare Schritte unternommen und die Sprache der Drohungen aufgegeben werden'

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei, Tülay Hatimoğulları, gab bei der ersten Fraktionssitzung des neuen Jahres im Parlament eine umfassende Bewertung der aktuellen Lage ab. In ihrer Rede wies Hatimoğulları zunächst darauf hin, dass die schwierigen Bedingungen in der Erdbebenregion weiterhin bestehen, und erklärte, dass in Hatay die grundlegenden Infrastrukturmängel nach wie vor nicht behoben seien. Sie betonte, dass die Probleme der Erdbebenopfer, die den Winter in Containern und mit häufigen Stromausfällen verbringen müssen, ignoriert würden, und sagte, dass sich die Verantwortlichen dieser Situation bewusst sein müssten.

Hatimoğulları ging auch auf die Situation politischer Gefangener ein und kritisierte die Nichtumsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in der Türkei: "Demirtaş, Yüksekdağ, Kavala und Atalay sitzen immer noch im Gefängnis. Von hier aus gratuliere ich allen politischen Gefangenen, insbesondere der lieben Figen Yüksekdağ und Selahattin Demirtaş, zum neuen Jahr und sende ihnen Grüße und meine Verbundenheit", äußerte sie.

Hatimoğulları merkte an, dass im Jahr 2025 wichtige Schritte für den Frieden unternommen worden seien und dass die Entscheidung der PKK zur Auflösung sowie die Hinwendung zum demokratischen Kampf die gesellschaftlichen Hoffnungen gestärkt hätten. Sie betonte jedoch, dass der Staat und die Regierung noch nicht ausreichend auf die gesellschaftlichen Erwartungen reagiert hätten, und unterstrich, dass im neuen Jahr entschlossenere Schritte auf dem Weg zur Demokratisierung und zum Frieden unternommen werden müssten.

BETONUNG VON TRANSPARENZ UND MUT IM PROZESS

Hatimoğulları wies darauf hin, dass die Unsicherheiten im Friedensprozess anhalten, und sagte, dass der Prozess nicht durch Zeitverlust gefährdet werden dürfe. Sie betonte, dass Frieden nur durch ein umfassendes Friedenspaket, das die Große Nationalversammlung der Türkei (TBMM) passiert, und durch gesellschaftlichen Konsens möglich sei. Zudem erklärte sie, dass die Opposition statt nur zuzuschauen eine aktive Rolle bei der Lösung spielen müsse, und betonte, dass der Frieden nicht verschiedenen politischen Kalkülen geopfert werden dürfe.

Hatimoğulları äußerte sich auch zur Außenpolitik und zur internationalen Agenda, kritisierte die Haltung der USA gegenüber Venezuela und rief dazu auf, sich gegen imperialistische Interventionen zu stellen. Sie ging auf den Druck ein, dem Frauen und Oppositionelle im Iran ausgesetzt sind, und erklärte, dass die Verluste an Menschenleben infolge der dortigen Proteste niemals akzeptabel seien.

In ihren Bewertungen zu den Entwicklungen im Nahen Osten argumentierte Hatimoğulları, dass Drohungen gegen die SDF und die Kurden keine Lösungen, sondern Konflikte bringen würden, und fragte: "Welches Problem konnte bisher durch Unterwerfung gelöst werden?"

AUFRUF GEGEN DIE SPRACHE DER DROHUNGEN

In einem Teil ihrer Rede wandte sich Hatimoğulları insbesondere an die Führung der Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) und unterstrich, dass drohende Rhetorik keinen Frieden in die Region bringen werde. Hatimoğulları sprach die Bedeutung des Dialogs mit den Kurden in Syrien an und erklärte, dass sie die Gespräche der Damaszener Regierung mit der Autonomieverwaltung begrüße und dass die Türkei in solchen Prozessen einen lösungsorientierten Ansatz verfolgen müsse.

Hatimoğulları erklärte zudem, dass die IS-Bedrohung ein ernstes Sicherheitsrisiko für die Türkei darstelle und dass die gezielte Bekämpfung der Kurden in Syrien diese Bedrohung weiter verschärfen werde. Sie drückte ihre Trauer über die jüngsten Verluste bei der Polizei aus und sagte, dass die mangelnde effektive Untersuchung vergangener Angriffe dazu beigetragen habe, dass die heutigen Sicherheitsrisiken gestiegen seien.

Die Ko-Vorsitzende der DEM-Partei rief alle gesellschaftlichen Akteure dazu auf, Verantwortung auf der Grundlage von Frieden, Demokratie und Dialog zu übernehmen. Sie betonte, dass sie darauf hoffe, dass Frieden und Demokratisierung im Jahr 2026 gestärkt würden.


Nachrichtenquelle: 12punto

Tülay Hatimoğulları