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Scharfe Kritik von Turgut Altınok: Vorwürfe der „Auftragsvergabe als Gefälligkeit“ und „Korruption“ gegen Mesut Özarslan

Nach Berichten über einen möglichen Wechsel des Bürgermeisters von Keçiören, Mesut Özarslan, zur AKP äußerte sich der ehemalige Bürgermeister Turgut Altınok scharf. Im Zentrum stehen Vorwürfe der „Korruption“ und der „Gefälligkeitsvergabe“ im Zusammenhang mit dem angestrebten Parteienwechsel.

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Scharfe Kritik von Turgut Altınok: Vorwürfe der „Auftragsvergabe als Gefälligkeit“ und „Korruption“ gegen Mesut Özarslan

Der Prozess des Parteienwechsels des Bürgermeisters von Keçiören, Mesut Özarslan, ist in Ankara in den letzten Tagen zu einem äußerst brisanten Thema geworden. Nachdem der Journalist İsmail Saymaz bekannt gab, dass Özarslans Wechsel zur AKP beschlossene Sache sei, sorgten die scharfen Äußerungen des ehemaligen AKP-Bürgermeisters von Keçiören, Turgut Altınok, für Aufsehen.

Der Journalist İsmail Saymaz hatte Mesut Özarslan in der vergangenen Woche mit der Frage konfrontiert: „Werden Sie zur AK-Partei wechseln?“, was Özarslan damals dementierte. Saymaz erklärte jedoch, dass er Özarslan seit zwei Tagen nicht mehr erreichen könne und nach Informationen aus einer zuverlässigen Quelle feststehe, dass Özarslan sich für einen Beitritt zur AKP entschieden habe. Diese Entwicklung könnte die politischen Machtverhältnisse im Gemeinderat von Keçiören verändern.

WERDEN AUCH GEMEINDERATSMITGLIEDER ZUR AKP WECHSELN?

Saymaz wies darauf hin, dass sich der Wechsel nicht nur auf Özarslan beschränken könnte, sondern dass es auch Behauptungen gebe, wonach einige Gemeinderatsmitglieder ebenfalls zur AKP übertreten würden. Sollten fünf Gemeinderatsmitglieder zurücktreten, würde die Mehrheit im Gemeinderat der Gemeinde Keçiören an die Volksallianz (Cumhur İttifakı) übergehen.

SCHARFE VORWÜRFE VON TURGUT ALTINOK

Nach dem bekannt gewordenen Parteienwechsel Özarslans erhob der ehemalige Bürgermeister von Keçiören, Turgut Altınok, schwere Vorwürfe gegen ihn. Altınok beschuldigte Özarslan, kommunale Ressourcen als Gegenleistung für den Parteienwechsel zu nutzen. Er zielte insbesondere auf die Ausschreibung für einen „Wasserplatz mit Licht- und Soundeffekten“ ab, der über einem Parkhaus in Keçiören errichtet wurde. Altınok bezeichnete die Vergabe des Auftrags an ein einziges Unternehmen als „Gefälligkeitsvergabe“ und äußerte sich wie folgt:

„WIR SEHEN DIE ALS GEFÄLLIGKEIT VERGEBENEN AUFTRÄGE“

„Wie kann es sein, dass sich nur ein einziges Unternehmen an der Ausschreibung für den Wasserplatz mit Licht- und Soundeffekten über dem Parkhaus beteiligt, der als Gefälligkeit für jemanden vergeben wurde? Wird Ihnen diese Gefälligkeit den Parteienwechsel erleichtern?“, fragte Altınok und wies darauf hin, dass solche Praktiken zu einem Schaden für die Öffentlichkeit führen würden. Zudem argumentierte er, dass das betreffende Areal der Stadt schade und solche Praktiken denjenigen entgegenkämen, die „nach einer Gelegenheit für einen Parteienwechsel suchen“.

FRAGEN ZU PORTAŞ UND YAVAŞ

Altınok weitete seine Vorwürfe auch auf die Aktivitäten bei PORTAŞ aus, wo Özarslan in der Vergangenheit als Geschäftsführer tätig war. Altınok stellte die Frage, ob Mansur Yavaş von diesen Bemühungen des Bürgermeisters von Keçiören wisse, und richtete die scharfe Frage an ihn: „Wird der Parteienwechsel von Özarslan auch Mansur Yavaş entlasten, um Korruption zu vertuschen?“ Zudem betonte er, dass die Verwaltung in Keçiören in der Bevölkerung auf großen Widerstand stoße und eine Wiederwahl Özarslans als unwahrscheinlich gelte.

AUCH OSMAN GÖKÇEK HATTE KRITIK GEÜBT

Die von Altınok thematisierten Vorwürfe bezüglich PORTAŞ erinnerten auch an frühere Äußerungen des AKP-Abgeordneten für Ankara, Osman Gökçek. Gökçek hatte vor den Türmen, die laut Berichten des Rechnungshofs einen aktuellen Wert von 2 Milliarden 200 Millionen TL haben, erklärt: „Mansur Yavaş und Mesut Özarslan müssen sich vor dem Gesetz für diese Rechnung verantworten, die den Bürgern von Ankara aufgebürdet wurde.“ Diese Aussage hatte die Kritik an den Projekten von Özarslan und Yavaş in Keçiören weiter verschärft.


Nachrichtenquelle: 12punto

Turgut Altınok