Die 4:1-Niederlage der türkischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Italien im zweiten Spiel der UEFA Nations League A, Gruppe 1, in Bursa hat in der Fußballwelt für großes Aufsehen gesorgt. Auch der ehemalige Nationalspieler und Kommentator Nihat Kahveci reagierte in seiner Analyse nach dem Spiel nicht nur auf das Ergebnis, sondern vor allem auf das allgemeine Erscheinungsbild der Mannschaft.
Im YouTube-Kanal Kontraspor äußerte Kahveci seine Enttäuschung über die herbe Niederlage mit deutlichen Worten. „Ich habe nicht mit einer so schlechten Leistung gerechnet“, sagte Kahveci und betonte, dass die Kaderzusammenstellung, die Entscheidungen des Trainerstabs und die Spielerwechsel hinterfragt werden müssten.
Ich versuche immer noch, mich zu sammeln. Meine Hände zittern, um ehrlich zu sein. Ich habe nicht mit einer so schlechten Leistung gerechnet. Ich würde sagen, es ist eine Nacht, die man vergessen sollte, aber wie soll man das vergessen?
Kahveci kritisierte zudem die jüngste Leistung der Nationalmannschaft und verwies dabei auf das Spiel gegen den Kosovo. Der ehemalige Fußballer argumentierte, dass die Mannschaft und die Führung nach dem Sieg auf dem Weg zur Weltmeisterschaft nicht das erwartete Niveau erreicht hätten.
Wir sind im Kosovo steckengeblieben. Der Verbandspräsident ist im Kosovo geblieben, er kommt immer noch nicht zurück. Die Verantwortlichen sind dort geblieben. Montella und ein Großteil der Spieler sind ebenfalls dort geblieben.
Kahveci hob besonders den Einsatz von Arda Güler auf dem Platz hervor und betonte, dass man von dem jungen Spieler nicht erwarten könne, das Spiel im Alleingang zu drehen. Mit den Worten „Arda strampelt sich ab. Was erwarten wir eigentlich von Arda?“ verdeutlichte Kahveci, dass die Last in der Offensive größtenteils auf den Schultern von Arda liege.
Bezüglich der Rücktrittsforderungen aus den Zuschauerrängen stellte Kahveci klar, dass sich seine Kritik nicht nur auf den Cheftrainer Vincenzo Montella beschränke. Der ehemalige Nationalspieler setzte seine Kritik an der TFF-Führung und dem Trainerstab mit den Worten fort: „Niemand schaut in den Spiegel und übt Selbstkritik. Für sie sind die Fans und die Medien schuld. Massenrücktritt.“
Nachrichtenquelle: 12punto